Sprache formt Realität

Sprache Brett Jordan

(Wer lieber hört als liest, findet hier die Podastfolge.)

Wie Du mit Deinen Worten Deine Welt gestalten kannst

Im NLP, einem der Tools, die ich in meinem Coaching gerne anwende, beschäftigen wir uns intensivst mit Sprache und Realität. In diesem kurzen Beitrag drei Denk-Anstöße, mit denen Du schnell und effektiv einen Unterschied bewirken kannst.

Sprache und Realität befinden sich in ständiger Wechselwirkung. Wie wir über die Welt sprechen, so fühlt sie sich an. Wir können Sprache bewusst nutzen, um Realität anders zu erleben, um unsere Erfahrung zu formen und zu gestalten.

Drei Beispiele zur sofortigen Umsetzung:

Muster der Sprache #1: Ich kann das nicht vs. ich kann das noch nicht.

Wenn Du sagst, dass Du etwas nicht kannst, entscheidest Du endgültig. Mit Deiner Sprache fällst Du das Verdikt über Deine Realität. Sie wird statisch, ohne Chance auf Veränderung. Füge das ‚noch‘ hinzu. Damit schaffst Du Gelegenheit für Entwicklung. Durch das ’noch‘ entsteht Raum. Es lässt erahnen, dass Du bald können kannst. Probiere es aus. Was macht das mit Deinen Gedanken? Welche Ideen für neues Können entstehen?

Muster der Sprache #2: Man weiß, man denkt, man sagt ja immer – wer weiß/denkt/sagt ja immer?

Diese Sprach-Gewohnheit nennt man (hier ‚man‘, weil nicht nur ich!) im NLP gerne ‚Meta-Monster‘. Äußerst verbreitet. Einfach mal im Fernsehen oder im Gespräch oder bei sich selbst darauf achten. Was hat es damit auf sich? Probiere es am besten einfach selbst aus, von Dir zu sprechen, anstatt von irgendjemandem. Wie nah bist Du am Geschehen dran? Wie Du sprichst, das macht einen großen Unterschied dafür, wie nah Du am Geschehen dran bist. Und ja, es können solche vermeintlichen ‚Kleinigkeiten‘ sein. Eine kleine Metapher dazu: Wie erlebst Du eine Achterbahnfahrt intensiver – wenn Du zuschaust oder wenn Du mitfährst?

Muster der Sprache #3: Im Grunde halt einfach nur eigentlich

Reihenweise Worte ohne Selbstzweck. Sprache schafft eine weichzeichnende Puffer-Struktur um den Inhalt, der sonst zu hart und scharf werden würde. So fürchtet man jedenfalls. Deswegen braucht die Realität offenbar einen Airbag. Diese Füllworte einzufügen, kann zwar angenehm wirken und Inhalte federnd tragen. Aber sie wegzulassen, das ist erfrischend, häufig offenbarend.

Wieviel Füllwort benutzt Du, um sprachlich zu federn, fluffiger zu machen, Knautschzonen zu schustern? Willst Du es ausprobieren, diese Weichmacher beim nächsten Mal wegzulassen und der sich gnadenlos klar abzeichnenden Realität entgegen zu treten? Wie wäre es un-eigentlich? Nicht im Grunde? Probiere das kleine Selbstexperiment: Schreibe einen Tagebucheintrag frei heraus und streiche anschließend alle überflüssigen Wörter. Wie fühlt sich der Text jetzt an? Wie fühlst Du Dich, so einen Text produziert zu haben? Was macht Deine Sprache mit Deiner Realität?


Entwickle ein Selbst-Bewusstsein für Deine Sprache. Welche Muster und Formulierungen nutzt Du gewohnheitsmäßig? Mit welchen Veränderungen könntest Du, möchtest Du spielen? Teile es mir gerne mit per Kommentar oder per Mail an kontakt@lionlogert.com

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Bis zum nächsten Mal

Dein Lion

1 Antwort zu “Sprache formt Realität”

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