Optimale Rituale

Geschätzte Lesedauer: 10 Minuten

Wie Du Deine Tage verbringst, so verbringst Du Dein Leben.

Erfolg ist selten das Resultat einer einzigen Handlung. Er ist in der Regel die Folge einer langen Reihe von kleinen Einzelschritten, über Jahre hinweg vollzogen, kontinuierlich und diszipliniert. Disziplin ist leider häufig mit Mühsal assoziiert, mit Langeweile und lähmender Monotonie. Und der Weg zum persönlichen Erfolg ist sicherlich nie ganz einfach, insoweit will ich keine falschen Erwartungen schüren. Gleichsam wäre dieser Zustand aber auch nicht ‚Erfolg‘, wenn er allzu einfach zu erreichen wäre. Erfolg ist etwas, das Hingabe braucht und Zuwendung. Erfolg ist das, was Du anziehst, indem Du die Person wirst, zu der Dein persönlicher Erfolgsweg Dich macht. Es geht um diesen Prozess, um Deinen Werdegang und darum, was Du aus Dir selbst gestaltest. Dich zu Deinem Meisterwerk zu formen, zu der Person, die Du gerne sein möchtest, die Du heute bewundern würdest – das ist die Quintessenz dessen, was Dein persönlicher Erfolg bedeutet.

Diesen Prozess gestaltest Du durch Deine täglichen Gewohnheiten. Stück für Stück baust Du auf, machst Fortschritte, handelst und erkennst. Indem Du Deine täglichen Gewohnheiten, Deine Rituale optimal ausrichtest, schaffst Du Dir die Struktur, die Systeme, die Deinen Erfolg soweit wie möglich auf Autopilot setzen.

In diesem Artikel zeige ich Dir daher, welche Rituale besonders wichtig und ertragreich sind.

Treibe Sport

Sport gibt Dir einen freien Geist und frische Gedanken und Energie. Der natürliche Endorphinausschuss ist wirksamer als viele Antidepressiva. Der Kreislauf kommt in Schwung. Körperliche Dynamik macht Dich auch mental dynamischer. Problemlösungen fallen Dir leichter ein, das Gehirn sortiert Themen und nach einer Einheit Sport kommst Du häufig mit einem Kopf voller neuer Ideen zurück. Wer gerade zu keinen Veränderungen in anderen Lebensbereichen gelangt, dem empfehle, erstmal sich auf ein Mindestmaß an Sport zu konzentrieren. Indem Du Dich körperlich besser fühlst, steigt Dein allgemeines Wohlbefinden und dadurch gelangst Du wie von selbst zu weiteren Schritten. Wenn Du gerade erst startest und Dich noch nicht recht an sportliche Aktivitäten herantraust dann kannst Du Dir einen zügigen Spaziergang gönnen, soweit Dich Deine Beine tragen. Übertriebener Ehrgeiz ist fehl am Platze. Hauptsache in Bewegung kommen, vielleicht auch ein klein wenig ins Schwitzen. Die körperliche Betätigung erleben, genießen, tief durchatmen und lächeln.

Schreibe Tagebuch

Widme Dich der Selbstreflexion. Beschäftige Dich mit Dir selbst und Deinen Themen. Ob mit Stift und Papier oder in einer Computer Datei, das ist Geschmacksache. Nimm einfach das, was Dir am ehesten zusagt. Erzähle Dir selbst von Deinen Themen, von Deinen Ängsten und von Deinen Wünschen. Berichte von kleinen Momenten, die Dich beschäftigen und von alledem, was Dir Freude bereitet hat. Indem Du schreibst, gewinnen diese Aspekte eine Realität außerhalb von Dir selbst, stecken nicht mehr nur in Deinem Kopf. Du dissoziierst Dich von ihnen. Themen und Probleme werden greifbar und bereits dadurch kann eine Transformation stattfinden. Du kommst in diesem Prozess Dir selbst näher. Du erkennst Dich selbst besser, lernst Dich besser kennen. Es ist Aufmerksamkeit, die Du Dir selbst schenkst und durch Du Dir die Gelegenheit gibst, zu wachsen und bewusster zu leben.

Meditiere

Das kannst Du auf so viele verschiedene Arten tun. Ganz klassisch im Sitzen, ruhig, auf den Atem konzentriert. Genau so bei jeder Aktivität, die Dir ausreichend freie Aufmerksamkeit lässt, in Dich zu gehen und Dich auf den Moment zu fokussieren. Meditation kann ein Dauerzustand sein, wenn Du möchtest. Bewusst erleben. Wahrnehmen. Nicht in Gedanken verfangen. Ein Teil der Aufmerksamkeit stets nach Innen gerichtet. In beständiger Verbindung mit so etwas wie der Quelle, der inneren Präsenz, Essenz oder wie auch immer Du es für Dich bezeichnen möchtest. Den Fluss des Lebens erleben und genießen ohne Widerstände. Ein Moment der Hingabe und der Hinnahme dessen, wie die Dinge sind. Indem Du so tief wie möglich meditierst erlaubst Du den Dingen ihr ‚Sosein‘. Indem Du Dich nicht weiter sträubst lässt Du zu, wie es ist und führst dem Status Quo dadurch keine weitere Energie zu. Jeder Widerstand ist in Essenz auch eine Bekräftigung. Lässt Du davon ab und lässt Deine bewusste Aufmerksamkeit verweilen auf dem momentanen Zustand, so gibst Du ihm dadurch automatisch die Gelegenheit für Veränderung. Du krallst Dich nicht länger fest in dem, was Du ablehnst sondern erkennst Möglichkeiten für Weiterentwicklung in gewünschte Zustände. Das Geheimnis der Veränderung liegt darin, Deine Energie nicht daran zu verschwenden, das alte zu bekämpfen sondern darauf zu lenken, das neue zu erschaffen.

Außerdem, genau wie das Tagebuchschreiben, lernst Du Dich in Deiner Meditation selbst besser kennen. Es ist ein Prozess der Bewusstwerdung. Und durch die Konzentration auf den Moment erlebst Du eine mentale Erleichterung, eine geistige Entgiftung. Du gelangst zu Klarheit und löst die energetische Zerstreuung auf, erreichst einen Zustand, in dem Du Deine Aufmerksamkeit gezielt auf das lenken kannst, was Du erschaffen möchtest.

(Hier ein gesonderter Beitrag über Meditation)

Praktiziere Dankbarkeit

Wohin Du Deine Aufmerksamkeit richtest, dorthin fließt Deine Energie. Die Richtung Deiner Aufmerksamkeit bestimmt Deine Bewusstseinsinhalte. Deine Realität besteht aus Deinen Bewusstseinsinhalten. Indem Du Dich konzentrierst auf das, wofür Du dankbar bist, füllst Du Dein Bewusstsein auf mit Aspekten in Deinem Leben, die Dich glücklich machen. Es ist zudem nicht möglich, gleichzeitig Ärger und Dankbarkeit zu empfinden. Du erschaffst Deine Erfahrung durch die Steuerung Deiner Bewusstseinsinhalte. Und das ist eine ständige Übung. Du kannst emotionale Fitness trainieren, indem Du Dich täglich fragst, wofür in Deinem Leben Du dankbar bist und Dein Gehirn darauf programmierst, automatisch Deine Aufmerksamkeit in diese Richtung zu lenken. Vor allem morgens und abends Dich einige Minuten darauf besinnen, was Dich dankbar macht, kann Dein Leben innerhalb weniger Wochen sehr verändern. Dein Fokus verschiebt sich und dadurch ändern sich Deine Bewusstseinsinhalte und dadurch wandelt sich Deine Realität. Du schreibst Deine Landkarte neu und erkennst nach und nach wie von selbst all die Aspekte, die Dich glücklich und zufrieden machen. Dies klappt auch wunderbar in Situationen, in denen Du Dich gestresst fühlst. Nehme einige tiefe Atemzüge und frage Dich, wofür Du jetzt hier dankbar bist und spüre, wie Du innerlich ruhiger wirst.

Indem Du davon schreibst, kannst Du die Erfahrung noch intensiver gestalten. Ein kleines Tagebuch von Deiner persönlichen Dankbarkeit zum Beispiel. Ich empfehle das allen meinen Klienten.

Als ein kleines Extra kannst Du Dich auch noch fragen, wofür Du dankbar sein könntest. Horche, fühle in Dich hinein, was jetzt dieses Gefühl bei Dir besonders stark auslösen könnte. Genieße es, für einige Momente in diesem Zustand zu verweilen und Dir vorzustellen, dass dieses Objekt Deiner Dankbarkeit tatsächlich sich zeigen wird. Dir vorzustellen, wofür Du dankbar sein könntest, kann Dir auch dann helfen, wenn Du gerade auf Anhieb nichts findest, wofür Du tatsächlich dankbar sein kannst. Erlaube Dir einen Moment zu träumen und in diesen Fantasien zu schwelgen. Dein Gehirn kann nicht unterscheiden, ob die Erfahrung real oder nur vorgestellt ist und wird Dich mit dem angenehmen Zustand belohnen.

Täglich Dankbarkeit zu üben ist ein kraftvolles Werkzeug, Dein Leben zu gestalten. Weil Du dadurch Dein Gehirn darauf trainierst, diesen Zustand auszulösen und auf das zu fokussieren, wofür Du dankbar bist.

Widme Dich Deinem persönlichen Wachstum

Nehme Dir die Zeit um Dich mit dem zu beschäftigen, was Dich weiterbringt. Lese inspirierende Bücher und Blogs, schaue Dir Videokurse an, konsumiere Podcasts. In einer Zeit, in der die mediale Landschaft einzig darauf zielt, Deine Aufmerksamkeit zu binden und Dich abzulenken, liegt es an Dir, die Verantwortung dafür zu übernehmen, welchen Inhalten Du Dich aussetzt. Wähle etwas aus, das Dich interessiert, und nehme Dir täglich wenigstens zwanzig bis dreißig Minuten, um diese Inhalte aufzusaugen. Nehme Dir etwas, das Dich persönlich reizt, etwas, womit Du eine Resonanz empfindest, in allen Lebensbereichen. Finanzen, Persönlichkeitsentwicklung, Beziehungen, Sport usw. Das bringt Dich auf neue Ideen, Du gewinnst neue Erkenntnisse. Du fängst an die Welt und Dich selbst anders zu sehen und Möglichkeiten zu erkennen. Du erschaffst dadurch Deine Realität, denn Du übernimmst das Ruder anstatt Dich von externen Einflüssen hin- und verschaukeln zu lassen.

Extra Tipp: Wenn Du Dich an Deine Dosis Inspiration für den Tag begibst, tue es mit einer Intention. Überlege Dir vorher, was genau Du davon lernen möchtest, was für einen Erkenntnisgewinn Du Dir von dem Material erhoffst. Und hinterher bzw. auch schon währenddessen wenn es sich ergibt notiere Dir eine spezifische Aktion, durch die Du das konsumierte Material jetzt in Deinem Leben umsetzen wirst. Dadurch konsumierst Du Dein Material noch bewusster und intensiver und stellst sicher, dass Du Handlungen folgen lässt.

Räume auf. Schaffe Raum.

Das Leben an sich ist keine besonders ordentliche Angelegenheit. Im Gegenteil. Das Chaos ist überall. Und das ist aus menschlicher Perspektive auch gut so denn sonst wäre das Leben ziemlich langweilig. Wir machen Pläne und dann entwickeln sich die Dinge völlig anders. Das, was man gemeinhin Zufall nennt, überrascht uns immer wieder auf all unseren Wegen.

Für die eigene Lebensführung gleichwohl ist es durchaus zuträglich, ein Element an Ordnung und Sauberkeit zu etablieren. Dies kann geschehen durch Reduzierung von Gegenständen, sprich Minimalismus sowie durch die Konzentration auf wenige Lebensaspekte. Zweiteres führt zu mehr Ruhe im Kopf. Kürzere To Do Listen. Mehr Aufmerksamkeit für das Wesentliche.

Weniger Zerstreuung bringt Dich dazu, Dich demjenigen zu widmen, was Dir wirklich wichtig ist. Du bist Dir gar nicht so sicher, was Dir wirklich wichtig ist? Hier zwei Buchtipps, die Dich dabei weiterbringen können: Steven Covey – Die 7 Wege zur Effektivität* und Leonardo Babauta – The Power of Less.* Wenn Du noch einen Schritt weiter gehen möchtest, melde Dich gern über die Kontaktform für ein persönliches Coaching und wir arbeiten gemeinsam daran, Dir Klarsicht und Prioritäten zu verschaffen.

Aufzuräumen hilft Dir dadurch, dass weniger mentale Ressourcen abfließen und dann gebunden sind an Stellen, die Dich nicht weiterbringen. Du hast all Deine Energie frei, um Dich mit dem zu beschäftigen und das zu genießen, was Dir wirklich wichtig ist. Focusing Übungen* können hierbei kraftvoll wirken.

Auf diese Weise Struktur zu etablieren unterstützt Dich dabei, frei zu leben. Weil Dein persönliches System dafür sorgt, dass Du weniger Aufgaben im Kopf behalten musst sondern Dich auf das konzentrieren kannst, was Dir Freude bereitet. Haushalt, Rechnungen, Einkäufe, herumschwirrende Aufgaben und Gegenstände – das Leben als Zettelwirtschaft ist eine gefährliche Angelegenheit, wenn Du darauf zielst etwas bestimmtes zu erreichen, weil Du dann schlichtweg nicht die Konzentration übrig hast, Dich Deiner Mission zu widmen sondern viel zu sehr damit beschäftigt bist, unschönen aber notwendigen Kram zu erledigen. Wenn Du auf (D)einer Seefahrt mehr damit beschäftigt bist, die Löcher in Deinem Boot zu stopfen um nicht unterzugehen und weniger damit, Dich kraftvoll auf Kurs zu bewegen, dann ist es vielleicht Zeit auf ein anderes Boot umzusteigen.

Raum zu schaffen gibt Dir die Freiheit, das Leben bewusst zu genießen. Disziplin ist gleich Freiheit, sagt Jocko Willink*. Während ich mit diesem Satz nicht völlig übereinstimme – meines Erachtens braucht das Leben einen Zufallselement, um sich entfalten zu können – pflichte ich ihm insoweit bei, als Disziplin ein Grundgerüst schaffen kann, das Dir die unangenehmen Dinge weitgehend abnimmt und Dir dadurch hohes Maß an Selbstbestimmtheit verschafft und Freiheit, Dein Leben auszufüllen mit demjenigen, was Dir wichtig ist und Erfüllung bringt.

Ernähre Dich intuitiv gut

Du bist was Du isst. Achte darauf, Dich ausgewogen zu ernähren. Lasse Fast Food und Zucker weitestgehend weg. Beschäftige Dich mit Ernährung. Ernährungsratgeber bringen Dir bei, welche Vitamine und Mineralstoffe wichtig sind und wie Du Dich entsprechend versorgen kannst. Hier findest Du ‚Heißhunger ist gesund!’ von Werner Winkler*, den ich persönlich sehr empfehlen kann.

Es erscheinen ständig neue Studien mit häufig jeweils entgegensetzten Aussagen. Es ist unmöglich den Überblick zu behalten und es ist noch unmöglicher, es genau richtig zu machen. Daher hier ein anderer Ansatz: Beschäftige Dich zwar mit Studien und Ratgebern, wenn Du möchtest. Vor allem aber: Höre auf Deinen Körper und fühle in Dich hinein, welche Nahrungsmittel Dir gut tun. Das braucht auch Übung, ist es aber wert. Denn jeder Körper ist anders, Dein Körper ist ganz besonders und manches aus Studien und Ratgebern ist auf Deinen Körper passend, manches nicht. Nehme diese Quellen als erste Anhaltspunkte aber achte vor allem darauf, was Dir gut tut und womit Du Dich wohl fühlst. Nehme Dir die Zeit und habe die Geduld, dieses Thema für Dich persönlich zu durchdringen und übe Dich einfach darin, Deinen Körper mehr und mehr so zu behandeln, dass Du Dich wohl darin fühlst. Indem Du Dich gut ernährst steigt Dein Energielevel und das wirkt sich positiv auf alle Lebensbereiche aus.

Umgebe Dich mit Menschen

Wieviel Du Dich in Gesellschaft begibst, das hängt von Deinem Geschmack ab. Vielleicht verbringst Du gerne viel Zeit alleine und dann ist das auch völlig in Ordnung. Nur im eigenen Saft zu schmoren hat allerdings noch niemandem gut getan. Verbringe Zeit mit Freunden und Fremden. Lasse es auf Dich wirken, wie sie die Welt sehen. Jeder Mensch lebt in seiner ganz eigenen Welt und indem Du Menschen in Deinem Leben wahrnimmst gibst Du Dir die Gelegenheit, Deine Welt zu erweitern und neue Erfahrungen zu machen. Spreche mit Vertrauten über Deine Themen und frage nach deren Perspektiven. Es ist interessant wie schnell sich manche Schwierigkeiten auflösen können durch einen einfachen Ratschlag. Als ich Kind war und mit fünf Jahren immer noch einen Schnuller trug, machte meine Mutter sich Sorgen. Sie fürchtete, dass ich irgendwie hängen geblieben war oder dergleichen. Als sie einer Nachbarin von uns, eine ältere Dame davon erzählte meinte diese zu ihr ‚Haben Sie denn schonmal einen Erwachsenen mit Schnuller gesehen?‘. Damit war die Sache für sie erledigt. Vielleicht noch ein paar Monate trug ich den Schnuller. Dann verflüchtigte sich meine Kinderei einfach wie von selbst.

Menschen können Dich inspirieren, herausfordern zu neuen Taten, Dir Halt geben und ihr könnt gemeinsam eine tolle Zeit verbringen. Umgebe Dich mit Menschen, mit denen Du Dich wohl fühlst und bei denen Du wachsen kannst. Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Verbringe Zeit allein

Um den vorherigen Punkt zu kontrastieren jetzt ein entgegengesetzter Ratschlag. Nehme Dir Zeit für Dich selbst. Genieße es, allein zu sein. Genieße die Ruhe, die Stille. Verbinde das vorzüglich mit Meditation, Reflexion, Tagebuchschreiben. Dringe ein in Dich selbst. Fühle Dich aufgehoben bei Dir. Hege Wertschätzung für diese ‚Quality time‘ ganz bei Dir. Übe, Dich alleine wohl zu fühlen. Ohne Stimuli, ohne Unterhaltung.

Befasse Dich auch mit Deinen Dämonen. Erforsche und erfahre Deine dunkle Seite. Welche geheimen Begierden und Bilder erlebst Du? Wie würdest Du leben, wenn es keine Gesetze und Regeln gäbe? Was sind Deine düstersten Vorstellungen? Was sind Deine größten Ängste? Welche Leichen lagerst Du in Deinem Keller? Lasse die Hosen vor Dir selbst herunter. Gebe Dir und Deinen Dämonen den Raum für diese Bewusstwerdung und Du bekommst dadurch die Chance zu transformieren und zu integrieren. Lasse das Licht Deines Bewusstseins leuchten in diese dunklen Winkel Deiner Selbst und gebe Dir dadurch die Gelegenheit, nächste Ebenen der Entwicklung zu erreichen.

Lade den Zufall ein

Zum Schluss noch eine kleine Warnung. Verwickele Dich nicht zu sehr in Deinen Gewohnheiten und Ritualen. Achte darauf, Dir Freiraum zu erhalten für Spontaneität und den Zufall. Als fleißige Ameise ohne das letzte bisschen persönlicher Eigeninitiative kommst Du nicht besonders weit. Jedenfalls nicht nach meinen Vorstellungen. Wenn dergleichen Ameisenleben genau Dein Ding ist – nur zu! Doch dann ist das hier vielleicht nicht das richtige für Dich. Leben und Lebendigkeit heißt auch, Dich auf die große Unbekannte einzulassen. Einfach hinein springen ins kalte Wasser an der tiefen Stelle. Die weniger befahrene Straße wählen und erleben, wo sie Dich hinbringt.

Lasse in Deinen Tagen ausreichend Platz für das Ungewisse. Mache Sachen, die Dir Angst machen. Überwinde Dich und sprenge Deine Komfort Zone. Verausgabe Dich. Gestalte Deine Rituale so, dass sie Dir Halt geben und Dein Vorankommen auf Autopilot setzen und dann sei gespannt, was zwischen den Zeilen alles unerwartet passieren kann.

Stürze Dich in neue Erfahrungen und erlaube dem Leben, sich einfach zu entfalten und Dich zu überraschen. Es ist mit Ritualen wie mit so vielen anderen Dingen – man muss die Polare auskosten, um den perfekten Mittelweg zu ergründen. Also etabliere Dir Deine Rituale, Deine Gewohnheiten und genieße es, täglich Dinge zu tun, die Dich weiterbringen und die Dir ein Maß an Halt vermitteln. Und dann springe in das andere Extrem. Verbringe dann und wann einen Tag so, als wäre es Dein letzter. Mache Sachen einfach nur, weil Du Bock auf sie hast. Ohne viel Beweggrund, ohne Sinnhaftigkeit. Einfach aus purer Lust am Leben. Sei verrückt, sei spontan, lasse Dich gehen. Schenke Dir diese Freiheit und erlebe, wie sich Deine Horizonte erweitern indem Du Dich in neue Fahrwasser, in neue Gefilde Deiner Lebenswirklichkeit begibst. Sauge die ganze Schönheit auf, die die Welt, das Leben Dir zu bieten haben. Besuche Orte und lasse Dich inspirieren, lerne abgefahrene Menschen kennen und gehe in exotische Restaurants. Lausche Musik, die Du vorher noch nie gehört hast, schaue Filme, die sich völlig außerhalb Deiner sonstigen Genres bewegen. Gehe den Schritt in die große Unbekannte genannt Leben und erfahre, was sie mit Dir macht.


Etabliere Deine optimalen Rituale und Gewohnheiten, um vorwärts zu kommen und Deinen Fortschritt auf Autopilot zu setzen. Und zugleich genieße Dein Leben in Freiheit, lasse Dich gehen und lasse Dich darauf ein, Erfahrungen zu machen und Dich von ihnen machen zu lassen. Koste das ganze Spektrum der Polaritäten aus.

Bis zum nächsten Mal

Dein Lion

Klicke hier, um zu erfahren wie Du Gewohnheiten erfolgreich etablierst.

*Affiliate Links

Kommentare gerne an kontakt@lionlogert.com.

4 Gedanken zu „Optimale Rituale

  1. Ich glaube mindestens 99% der Menschen leben und lieben ihre Illusion. Sie leben und lieben nicht wirklich, doch in ihrer Gedankenwelt und ihrer Vorstellung spielt das keine Rolle. Geraten sie in Gefahr oder in extreme Stresssituationen wollen im ersten Moment Alle nur Eines. Sie wollen ihr Spielzeug zurück, ihre heile Welt und schmerzfrei sein. Niemand will Veränderung, schon gar nicht radikale Veränderung. Dies obwohl einzig Bewegung und Veränderung, Wachstum und Lebendigkeit bedeutet. Sich selbst, letztlich Alles immer wieder in Frage zu stellen, wer ist dazu freiwillig schon bereit dazu. Viel lieber halten wir uns fest an Strukturen, vermeintlicher Sicherheit und dem was wir zu kennen und zu wissen glauben. Wohlgemeinte und gute Ratschläge und Tipps werden, wenn überhaupt, letztlich nur dazu genutzt um so weitermachen zu können wie zuvor. Deine Ideen und Tipps sind wunderschön. Ohne Verstehen und Begreifen, ohne Achtsamkeit und Bewusstheit ist es ein Besuch beim Arzt, oder wie die Werbung vermittelt: „Nimm unseren Zaubertrank und der Schmerz ist weg, alle Symptome werden verschwinden. Du kannst dich wieder frei bewegen bis zum nächsten Crash. Doch Gott sei Dank gibt es gegen alles eine Medizin. Auch Meditation erlaubt das treten auf der Stelle, erfordert nicht zwangsläufig eine Horizonterweiterung, Bewusstheit und Achtsamkeit. Doch es stimmt wohl, durch Konzentration und Aufmerksamkeit lässt sich Arbeitsfähigkeit und kurzzeitige Zufriedenheit wieder herstellen.

    1. Möchte Dir danken für Deine Gedanken. Dein erster Satz erinnert mich an Henrik Ibsens Wildente: „Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück.“

      Was Du zur Wirkungsdauer von den Methoden und Werkzeugen sagst, ist mE eine Frage der Ausdauer des Anwenders. „It stops working if you stop working.“ Es funktioniert, aber man muss es auch benutzen. Deswegen die Überschrift ‚Rituale‘ 😉

Kommentare sind geschlossen.