Warum der Frosch nicht immer das beste Frühstück ist

Frosch Unsplash David Clode

Kleine Hängerchen elegant austarieren.

Manche essen einen Clown zum Frühstück. Andere einen Frosch. Denn: Eat the Frog First! Wie bitte?! Klassiker, ein Aufruf zu Effektivität. Fange an mit dem, was schwer zu schlucken ist. Eine kräftige Dosis Selbstüberwindung zum Tagesanfang. Anschließend wird der Rest leichter.

Häufig oder gar meistens klappt das hervorragend. Ist der höchste Berggipfel bezwungen, kann man die Karre einfach herunter rollen lassen und die restlichen (Tagesordnungs-)Punkte ganz nebenbei mitnehmen, ohne nennenswerten Energieverbrauch.

Aber es gelingt eben nicht immer. An manchen Tagen ist einfach der Wurm drin und er geht auch nicht mehr raus. Einen Frosch schlucken? Genau so gut könnte man versuchen, eine Karre im fünften Gang anzufahren. Es kostet enorm viel Energie und führt höchstwahrscheinlich zu absolut nichts. Was tun in solchen Momenten? Genau darum wird es hier gehen.

Folgend die Taktik. Ganz einfach in drei Schritten. Damit Du auch schlaffe Tage nicht als Schlappe verbuchen musst sondern konstruktiv und gelassen verbringen kannst.

Frosch oder nur Schenkel? Die Strategie.

  1. Keine Angst vor dem Hängerchen.

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt. Lasse die Hosen vor Dir selbst herunter. Gestehe Dir ein, dass Du diese Art von Tag erwischt hast. Das ist kein Schande. Selbst Tony Robbins und Alexander Hartmann haben mal ein Hängerchen. Lach drüber. Nimm’s nicht so schwer. Spar‘ Dir den Frosch. Er wird sich freuen. Der Tag wird vorübergehen. Die Welt wird sich weiter drehen. Überlege Dir – was für einen Unterschied wird es in einem Jahr gemacht haben, dass Du heute einen Hänger hattest? Also einfach mal chillaxen.

  1. Entscheide Dich für zwei bis drei kleine Erledigungen, die Du heute schaffen möchtest.

Du hast Dich nach Schritt 1 damit abgefunden, dass Du heute keine Höchstleistungen vollbringen wirst. Welt retten steht erst für morgen wieder auf dem Plan. Dem frivol grinsenden Frosch hast Du einen Korb gegeben. Dazu fehlt Dir heute der Appetit. Vielleicht willst Du aber wenigstens die Schenkel vernaschen. Ganz untätig willst Du die Zeit bis Sonnenuntergang jedenfalls nicht vorbeiziehen lassen. Daher nimmst Du Dir jetzt zwei bis drei mundgerechte kleine Fische vor die Flinte und kümmerst Dich um sie. Häufig eignet sich dafür diese irgendwo herum liegende Aufgabenliste mit diversen Kleinigkeiten wie Telefonanrufen, Emailantworten, Staubwischen und ähnlichen Low Level Aktivitäten (siehe unten für eine kleine Liste mit Ideen). Die sehen so winzig aus. Aber klein Vieh macht eben auch Mist. Kümmere Dich um einige wenige davon. Es mag passieren, dass Du dabei derartig in Flow gerätst, dass Du übermütig wirst und die ganze Liste in einem Zug abarbeitest. Wenn dem so sein sollte, lass Dich gehen. Ansonsten erfreue Dich daran, Deine paar Peanuts abgefrühstückt zu haben und finde Deinen Frieden damit.

  1. Lehne Dich zurück und lade Deine Akkus auf.

Wenn Du Deine Mini-Liste abgearbeitet hast, ist Zeit zum Nichtstun. Du hast Dein Soll erfüllt und kannst Dir nun frei nehmen. Lasse es Dir gut gehen. Eine kleine Selbstbelohnung. Eine Tasse Tee. Eine feine Mahlzeit. Ein Spaziergang. Musik hören. Lesen. Einen Purzelbaum schlagen. Was immer Dir beliebt.

Reflektiere ein wenig, wenn Du magst. Oder lasse einfach die Seele baumeln. Es gibt mehr im Leben als Produktivität.


Wie reagierst Du das nächste Mal, wenn Du merkst, dass Du ein Hängerchen erwischt hast? Wie wirst Du ihn dennoch meistern und zu einem zufriedenen Tag gestalten? Erzähle mir gerne davon per Kommentar unter diesem Beitrag oder per Mail an kontakt@lionlogert.com

Du willst weiter in die Tiefe gehen, effektiver und zugleich gelassener werden und Deinen optimalen Rhythmus finden zwischen Produktivität und Entspannung? Melde Dich gerne hier für eine gratis Coaching Session.

Bis zum nächsten Mal.

Dein Lion.

 

 

Mehr zum Thema gelassen effektiv sein kannst Du hier, hier und hier erfahren. Viel Spaß!

 

(„Bonus“: Die Liste mit Aktivitäten für Tage mit Hängerchen:

  • Müll rausbringen.
  • Schuhe putzen.
  • Staubwischen.
  • Ledersachen pflegen.
  • Retouren versandfertig machen.
  • Notizen sortieren und sammeln.
  • Eine Meditation.
  • Eine Runde autogenes Training.
  • Brainstorming.
  • Tastatur reinigen.
  • 10 Minuten Kreativität.
  • Verwandtschaft anrufen.
  • Eine Runde Gymnastik.
  • Postfächer ausmisten.
  • Dateien auf diversen Festplatten aufräumen.)

4 Antworten zu “Warum der Frosch nicht immer das beste Frühstück ist”

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