Mehr als Flirt-Coaching

Was einen Mann attraktiv macht.

Erfolgreich in Schlafzimmern und in der Welt.

Liebe, Sex und Zärtlichkeit. Sie spielen eine tragende Rolle in fast jedem Menschenleben. Wir beschäftigen uns intensiv damit, wie wir attraktiver werden, wie wir unsere Chancen auf den Traumpartner erhöhen, wie wir bessere Liebhaber sein können. Die Grundbedürfnisse nach Intimität, Nähe und Verbundenheit treiben unser Handeln und Empfinden. Studien haben erwiesen, dass das Empfinden einer hohen eigenen sexuellen Attraktivität eine der Haupt-Quellen von Lebensqualität ist.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass ein Teil der Männerwelt auf eine Industrie anspringt, die sich Flirt-Coaching nennt oder Pick-Up-Artistry (Verführungskunst). Dort kann man (Keine ‚man(n)‘ Schreibweise auf diesem Blog) lernen, was auf Frauen wirkt, was funktioniert, wie man sich benehmen muss, um seine Lieblingsgöttin zu bezirzen. Es ist teuer, erzeugt aber streckenweise durchaus vorzeigbare Resultate.

Man könnte dem entgegen halten, die Herren mögen doch einfach in ein Bordell gehen. Das wäre günstiger und einfacher. Es sei aber an den schönen Spruch erinnert: gebe einem Menschen einen Fisch und Du ernährst ihn für einen Tag; lehre ihn das Fischen und Du ernährst ihn ein Leben lang. (Liebe Damen, bitte nicht falsch verstehen, das ist nur eine Metapher – ich bezeichne Euch nicht als Fische. Obgleich das wiederum den Raum für amüsante Konnotationen eröffnen würde angesichts der Redewendung ‚eine Frau braucht einen Mann wie ein Fisch ein Fahrrad‘ 😉 )

Wie immer in der Coaching Szene, gibt es auch unter den Flirt-Coaches gewaltige Qualitätsunterschiede. Das Spektrum ist riesig. Am unteren Ende findet man dubios schmierige Gestalten. Sie verkaufen Anmach-Sprüche und reißerische Ratschläge für eine männliche Körpersprache. Auf der anderen Seite gibt es waschechte Persönlichkeits-Entwickler. Sie holen das Beste aus einem Mann heraus und sie begleiten ihn dabei, seine natürlich attraktiven Eigenschaften auszudrücken und zu betonen.

Hier soll es gleich um letztere gehen, um die Persönlichkeits-Entwickler und Potential-Katalysatoren. Es soll darum gehen, wie ihr Wirken einem Mann weit mehr bringen kann als hübsche Gespielinnen. Denn das, was einen Mann für Frauen attraktiv macht, beschert ihm eine Reihe von Vorteilen und Annehmlichkeiten jenseits eines (weit mehr als) befriedigenden Liebeslebens.

Vier Bestandteile eines hochwertigen Flirt-Coachings, die auch außerhalb von Schlafzimmern und Dates entzücken:

  1. Mut üben.

Eine hübsche Frau anzusprechen kostet manchen Mann gehörige Überwindung. Daher lernt er im Flirt-Coaching, mit Angst umzugehen, sich ihr zu stellen und über sie hinaus zu wachsen. Er erlebt, dass Angst ein Indikator dafür sein kann, dass etwas wertvoll ist. Die Angst zeigt ihm: das ist reizvoll, es bedeutet mir etwas. Denn sonst wäre ihm die Dame gleichgültig. Im gleichen Zuge geht es um den Umgang mit Ablehnung und die Fähigkeit, sich von Ablehnung nicht entmutigen zu lassen. Denn Ablehnung wird vorkommen. Manch eine Dame ist eben nicht interessiert. In der Regel hat eine solche zum Glück eine diskrete Art, dies mitzuteilen.

Warum Mut üben? Mut hat man oder nicht? Nein. Mut ist wie ein Muskel. Man kann Mut trainieren. Und das schlägt Wellen: Überwinde eine Grenze in einem Lebensbereich und Du überwindest automatisch Grenzen in anderen Lebensbereichen; erdulde eine Grenze in einem Lebensbereich und Du erduldest automatisch Grenzen in anderen Lebensbereichen.

  1. Führung übernehmen

Führungsqualitäten machen einen Mann attraktiv. Es heißt ja auch Ver-Führung. Klare Entscheidungen treffen. Unabhängig vom Getöse der dröhnenden Außenwelt der leisen inneren Stimme lauschen, der Bestimmung folgen. Von einer Dame einen Korb kassieren? Das passiert, bringt eine (Ver-)Führungspersönlichkeit aber nicht ins Wanken. Im Gegenteil: Temperamentvolle Abfuhren sind das Salz in der Suppe des Verführungskünstlers und liefern würzigen Stoff für witzige Anekdoten. Schlechte Entscheidungen machen die besten Geschichten.

Dieser Mann weiß: sein Leben ist sein Werk und seine Verantwortung. Es liegt an ihm, wo er steht und wie es ihm geht. Er bürgt für die Folgen seiner Handlungen.

Die Führungsqualitäten, die ihn für Frauen so attraktiv machen, erleichtern diesem begehrten Herren sein Leben in allen Lagen. Er vertraut seiner inneren Führung. Wie im Liebesleben, so auch im Beruf, in Freundschaften und anderen Lebensbereichen weiß er, was er will und was nicht und ist jederzeit bereit, entsprechend zu agieren. Kein Eiern, kein Drucksen, sondern klare Linien und rote Fäden.

Zu diesem Punkt erwähnenswert scheint mir, dass Führungsqualität noch wertvoller geworden ist in einer Welt, deren Komplexität zunimmt und in der viele Männer die Orientierung in Sachen Männlichkeit verloren haben inmitten der Nachbeben der soziologischen Umwälzungen namens Feminismus (Für’s Protokoll: ich bin ein Befürworter des Feminismus, nehme aber wahr, dass das Fehlen von klaren männlichen/weiblichen Rollenbildern eine Herausforderung für viele Individuen beider Geschlechter darstellt).

  1. Sich selbst kennen lernen

Wer es ernsthaft unternimmt, Verführungskünstler zu werden, der gelangt zwangsweise auf den Pfad der Selbsterkenntnis. Zunächst muss er nämlich herausfinden, was er überhaupt will. Eine Frau für eine Nacht? Mehrere gleichzeitig? Eine stabile Langzeitbeziehung? Irgendetwas dazwischen? Oder jemanden, mit dem er abgefahrenen Vorlieben frönen kann? Und das ist erst der Anfang.

In Begegnungen mit Frauen erfährt der Mann seine Stärken und seine Schwächen, seine Vorlieben und Abneigungen. Er erlebt den seltsamen Moment, in dem er bei einer objektiv attraktiven Dame keinerlei Regungen verspürt, andererseits bei einem unscheinbaren Geschöpf ins Schwärmen gerät. Seine Bekanntschaften und Beziehungen sind für ihn ein Spiegel seiner Selbst. Alle Probleme, die er hat, werden sich früher oder später in seinem Liebesleben niederschlagen. Es sei erinnert an den Bestseller „Liebe Dich selbst und es ist egal, wen Du heiratest.“

Selbsterkenntnis ist der abgedroschene erste Schritt zur Besserung. Und sie ist notwendiger Bestandteil der Selbstverwirklichung. Nur wer weiß, was er will und was er nicht will, kann sein Leben entsprechend gestalten. Hätte Alice im Wunderland klarere Vorstellungen, so könnte die Grinsekatze ihr an der Weggabelung bessere Ratschläge erteilen als Egalität. Aber Alice ist ja auch kein Mann… ( 😉 )

  1. Eine Verbindung herstellen.

Das ist vielleicht der dickste Fisch von allen. Auch wenn viele Aufreißer Helden jetzt wahrscheinlich die ‚Friendzone‘ Warnungen abfeuern werden. Dem möchte ich kurz entgegen halten: 1) Es hat durchaus einen Wert, mit einer hübschen Frau einfach ‚nur‘ befreundet zu sein (und das nicht bloß wegen ihrer hübschen Freundinnen), 2) Frauen haben ihrerseits Angst, in der ‚Friendzone‘ zu landen und 3) ‚Friendzone‘ Probleme setzen früher an – die Lösung besteht nicht darin, weniger Verbindung aufzubauen sondern darin, mehr Mann zu sein.

Eine Verbindung herstellen. Rapport aufbauen durch Pacing, wie man das im neuro-linguistischen Programmieren (NLP) nennt. Wenn Menschen sich verlieben, dann passiert das ganz von alleine: Sie spiegeln (unbewusst) die Körpersprache des anderen, sie gelangen ganz automatisch auf ihre ganz besondere gemeinsame Wellenlänge, sie erleben kleine Synchronien in Gedanken und Ideen.

Aber wozu, wenn man nur eine Frau für eine Nacht möchte? Weil es wirklich schön ist, egal für wie lange; die Erfahrung ist intensiver und erfüllender, für alle involvierten Personen. Das ist das eine. Außerdem geht es bei der ganzen Geschichte letztlich genau darum: eine Verbindung. Wenn die oberflächlichen Schichten von gestreicheltem Ego und befriedigten Begierden gelöst sind, treten die wirklich interessanten Facetten dieses Spiels hervor. Die Liebenden erleben, wie aus ihren geteilten Momenten etwas Neues entsteht, das beide inspiriert.

Dazu ein Zitat von J.W. Goethe:

Es ist unmöglich,

dass zwei Bewusstseine

zusammentreffen,

ohne dass dadurch eine

dritte unsichtbare und nicht greifbare

Kraft geschaffen wird, die mit einem

dritten Bewusstsein

verglichen werden kann!

Diesen Punkt erlaube ich mir zu schließen mit einem gesellschaftskritischen Hinweis: in einer Zeit, in der viele Menschen besser Emoticons interpretieren können als Mimik und Stimmungen zu lesen, könnte das Streben nach Verführungskunst den Weg in die kommunikative Normalität weisen.

Abschließende Gedanken

Eigenschaften und Qualitäten, die einen Mann für Frauen attraktiv machen, gereichen ihm auch jenseits von Schlafzimmern zu Erfolg und Vorteilen. Sexueller Ausdruck und romantische Beziehungen sind dem Menschen innewohnende Bedürfnisse – wer sich der Verführungskunst widmet, der arbeitet effektiv zusammen mit seiner Natur und begibt sich auf eine Reise hinein in Liebesabenteuer, erfüllende Beziehungen und das gute Leben.

Hast Du Fragen oder Anregungen, vielleicht eine völlig andere Meinung? Findest Du, der Liste fehlt ein wesentlicher Aspekt? Oder hast Du Interesse an einem Privat-Coaching? Dann melde Dich gerne per Kommentar oder per Nachricht an: kontakt@lionlogert.com.

Bis zum nächsten Mal

Dein Lion

 

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