Infodemie

Prinzipienbruch oder neues Prinzip?

Normalerweise trachte ich sehr strikt danach, sogenannten Evergreen Content zu produzieren. Im Falle dieses Blogs sind das Artikel, die völlig zeitlos stets ihre Aussagekraft behalten und dadurch eine kleine Chance mit auf den Weg bekommen, eines Tages zu Klassikern zu werden. Dieser Text weicht vom Schema ab. Denn er bezieht sich auf das aktuelle Zeitgeschehen: Die Herausforderung namens ‚Infodemie’, mit der sich die Weltbevölkerung aufgrund eines Virus namens ‚Corona‘ konfrontiert sieht. Wie in einer früheren Veröffentlichung zum Thema Coaching und Corona werde ich mich auch dieses Mal der momentanen Lage bedienen, um eine Aussage besonders zu veranschaulichen. Diese Taktik ist an sich nichts Neues in Textproduktionen dieser Art. Das vielleicht deswegen, weil der Abstraktionsgrad der Lektion danach verlangt, zum Zwecke ihrer Vermittlung in besonderem Maße Sinne zu involvieren und Bilder im Geiste entstehen zu lassen beziehungsweise sich an vorhandenen Bildern zu bedienen. Das lernte man ja unter anderem bereits von Nietzsche.

Wer das hier in einer Zeit liest, in der Corona keine Rolle mehr spielt oder wer aus sonstigen Gründen nicht vertraut ist mit den Hintergründen, hier einige Zeilen für das leichtere Verständnis: Wir schreiben das Jahr 2020. Ein kleiner Virus namens Corona hat im ersten Quartal begonnen, die Welt auf den Kopf zu stellen. Die Alltagswirklichkeit hat sich stark gewandelt. Die Menschen bleiben zuhause. Die ersten Zeilen dieses Textes entstehen in einem Zug der deutschen Bahn, ICE 690 auf dem Weg von Stuttgart nach Berlin, in dessen Wagen 14 sich außer dem Autor niemand aufhält. Die Straßen sind leer gefegt. Ausgangssperren sind Realität geworden. Es mutet streckenweise apokalyptisch an.

Die Flut der Infodemie: Skizze.

Worum wird es hier gehen? Um eine äußerst brisante Profanität: Nachrichten. Schiere Menge und mindere Qualität. Eine Sturmflut namens Infodemie. In Zeitungen, Newsfeeds, Livetickern und sonstigen Einrichtungen, die die Bevölkerung mit Informationen versorgen sollen oder wollen. Ebenso die sozialen Medien. Sie sind komplett vom Virus vereinnahmt. Andere Themen werden nebenbei erwähnt, beinahe entschuldigend eingeschoben hinter das alles bestimmende Virus, dem man vielleicht doch auch noch den Rest der Sendezeit oder der Druckerschwärze vorbehalten sollte.

Nur ganz vereinzelt wird man Zeuge erfrischender Individuen, die der Situation mit Humor begegnen und dadurch der Gesellschaft ihren ganz eigenen Dienst erweisen.

Davon abgesehen ist die Informationsflut weiter angewachsen. Zahl der Infizierten. Mortalitätsrate. Maßnahmen. Porträts einzelner Schicksaale. Diskussionen. Interpretationen. Auf allen Kanälen. In allen Notifications. Undurchdringlich, unüberschaubar, vielfach Fake und meistens unnötig. Die Pandemie brachte das Nachrichtenunwetter: Infodemie.

Du und die Infodemie

Würde Dir jemand auftragen, ein Meer auszutrinken, würdest Du allenfalls müde grinsend den Kopf schütteln. Denn wie abstrus! Das ist doch nicht möglich!- Vielleicht wenigstens die Ostsee? Die ist doch wirklich winzig.-  Hm, lass mich kurz nachdenken – nein!

Was Nachrichten angeht, ist das etwas völlig anderes. Du legst los. Du fängst an zu saufen. Schaufelst in Dich hinein. Ohne Unterlass. Immerhin sind diese Nachrichten und Notifications auch nicht so salzig wie Meerwasser, nicht wahr? Stimmt. Nachrichten sind eher wie Zucker. Hohes Suchtpotential, kurzfristige Erheiterung, geringer Nährwert. Du lässt es in Dich hineinströmen. Hängst an der Infusion der Infodemie. Und wenn es nicht mehr in Deine geistigen Öffnungen hineingeht, wenn Du längst überläufst, lässt Du Dich weiter berieseln. Das Radio tönt im Hintergrund. Oder der Fernseher. Oder die Anzeigen und Notifications auf Deinem Telefon. Irgendwo hängt stets eine Wolke über Dir. Niederschlag genannt Nachrichten prasselt auf Dich herab. Du bist immer leicht durchnässt. Nie ganz trocken. Immer ein bisschen besoffen von lauter Info. Du lenkst Dich ab indem Du Nachrichten konsumierst, die Dich in den meisten Fällen nicht betreffen, auf die Du in fast allen Fällen keinerlei Einfluss hast. Du lässt Dich einlullen, weil Du es so gewohnt bist.

Was die Infodemie mit Dir macht

Du bist in diesem Nachrichten-Unwetter unterwegs und das hat einen perfiden psychologischen Effekt (nachzulesen hier): Du gibst unbewusst die Kontrolle ab. Schleichend, unmerklich entweicht Dir das Gefühl der Verantwortung für Dein eigenes Leben. Am Steuer Deines Lebensbusses sitzt eine anonyme Instanz. Was weißt Du über sie? Wer ist diese schemenhafte Gestalt? Wie lautet ihr Name? Was sind ihre Ziele und Werte? Und was macht das mit Dir, dass dort nicht Du selbst sitzt? Was passiert mit Deiner Initiative? Mit Deiner Imagination? Du wirst dumpf und passiv. In diesem Buch mehr dazu.

Also nochmal: das Nachrichtenmeer austrinken – das wird nicht klappen. Du wirst nie fertig. Informationsquellen sind Fässer ohne Boden. Hast Du in den letzten Jahren jemals eine Website komplett zu Ende gelesen? Aussichtslos. Schon um das Jahr 2000, als der Autor seine ersten Schritte durch das WWW unternahm und eine Website herunterladen wollte (Zeit war Geld, es gab noch keine Flatrates; ein Aufenthalt im Internet war bei diesem jungen Menschen stets mit der Angst vor dem Ärger der Eltern wegen einer potentiell aberwitzig hohen Telefonrechnung verbunden), fragte ihn der Browser danach, bis zu welcher Seitentiefe er denn vorgehen soll.

Weiterhin: Selbst wenn Du die Gesamtheit der Nachrichten absorbieren könntest, es würde wenig bringen. Denn die Informationen wiederholen sich. Und sie sind untereinander oder sogar in sich widersprüchlich. Jeweils eingefärbt von der Perspektive des Informierenden. Desinformation ist allgegenwärtig. Und nur selten ist das ‚Des‘ erkennbar. Fake News. Faszinierendes Buch zu diesem Thema: Trust me I’m lying

Risiken und Nebenwirkungen

Überdies sind Nachrichten leider nicht nur nicht nützlich sondern häufig auch noch schädlich. Wer sich jemals mit Hypnose und dem Unterbewusstsein beschäftigt hat, weiß oder ahnt bereits, worum es geht.

Stelle Dir dazu vor, Dein Unterbewusstsein ist ein Garten: Jeder Gedanke, den Du denkst, ist ein Samen. Je häufiger Du einen Gedanken denkst und mit ähnlichen Gedanken ‚düngst‘, desto stärker kultivierst Du ihn, desto kräftiger kann er erwachsen. Jeder Gedanke zählt. Welche Gedanken möchtest Du auf einer täglichen, wöchentlichen Basis in diesem Garten Deines Unterbewusstseins pflanzen und keimen lassen? Welche neuen Samen könntest Du wollen? Woher bekommst Du sie? Wohl kaum aus den Nachrichten, nicht wahr? Denn Bad News sind Good News. 99,9 % der Nachrichten sind einfach nicht dazu gemacht, Dich zu erheitern. Mehr zu den Hintergründen dafür kannst in diesem Artikel erfahren. Und mehr zu den Wirkungsweisen Deines Unterbewusstseins findest Du hier.

Soweit der Wetterbericht. Das Nachrichtengewitter der Infodemie hält an.

Nun haben wir die Lage geklärt. Und was jetzt? Gute Neuigkeiten: Es gibt da draußen Optionen. Und es kommt noch besser: Sie sind schnell und einfach zu haben. Alles, was Du brauchst, ist ein wenig Initiative und Ausdauer und die Intention, geistig in Bewegung zu kommen.

Während der nicht enden wollende Sturm der Infodemie wütet, hast Du verschiedene Möglichkeiten, um trocken und heil zu bleiben. Diese lassen grob in zwei Kategorien aufteilen: Erstens wappnest Du Dich gegen das Unwetter, während Du ihm ausgesetzt bist. Zweitens verlässt Du nach Möglichkeit regelmäßig die Unwetterregion. Wie das konkret funktioniert, erfährst Du jetzt gleich.

Praktischer Umgang mit der Infodemie

Zustandsanalyse

Zunächst eine Bestandsaufnahme. Lerne Deinen Status Quo kennen. Du kannst auch direkt mit den Tools und Tricks durchstarten. Schädlich ist das nicht. In der Regel hilft es aber, sich erstmal kurz klar darüber zu werden, wie schlimm oder gut man dran ist, um anschließend eine Marschroute einzuschlagen. Und das geht ganz einfach, indem Du Dich einmal folgenden Fragen intensiv widmest:

  • Wieviel Zeit/Aufmerksamkeit widmest Du dem Konsum von Nachrichten, die für Dich keine direkte Relevanz haben und die außerhalb Deines Einflussbereiches liegen?
  • Wie könntest Du Deine Zeit und Aufmerksamkeit stattdessen einsetzen, um Dinge zu tun, die Dich weiterbringen und mit denen Du etwas weiterbringst?
  • Was genau könntest Du tun?
  • Wirst Du es tun?
  • Wann wirst Du es tun?

Tools und Tricks

Und jetzt ganz konkret. Eine Reihe von Aktionen, die Du sofort ausführen oder in den Kalender setzen kannst um Dich zu feien gegen das Unwetter.

Nutze Adblocker.

Adblocker sind Lebensretter. Denn Leben ist Zeit und Adblocker retten Zeit. All diese Popups und Fensterchen, die Dich mit Belanglosigkeiten zuballern wollen, damit Du irgendwo klickst und irgendwo versackst, irgendwo Deine Zeit und Aufmerksamkeit verschwendest. Adblocker sind Regenmantel und Schirm. Zwar bist Du damit noch lange nicht gegen alles geschützt. Wasser kann vom Boden hochspritzen gegen Dein Hosenbein. Aber es ist ein Anfang.

Extratrip: Gadget Strategien. Entferne Social Media Apps von Smartphone und Tablet. Reduziere Notifications auf das Notwendige oder deaktiviere sie allesamt. Wenn Dir das gelingt, bist Du bereits einen gigantischen Schritt weiter.

Reduziere Newsletter.

Manchmal beschwören wir uns unsere Regenwolke eigenmächtig und wundern uns, warum wir nass werden. Hier mal kritisch prüfen, welche von all den Briefchen, die Dir so in Deine digitalen und physischen Briefkästen flattern, denn auch wirklich einen Mehrwert bringen. Manche werden das tun, ganz sicher. Wenn Dich etwas interessiert, beschäftige Dich nach Herzenslust damit! Aber Werbung von irgendeinem Shop, dessen Newsletter Dir einst den 5 € Gutschein für Deine Erst- und Letztbestellung einheimste? Und die informationelle Inkontinenz von irgendeiner Plattform, die Dich zur Registrierung nötigte, um ihren einzig relevanten Artikel zuende lesen zu dürfen? Schau einfach mal rein. Du weißt selbst am besten, was für Dich nützlich ist. Puste die Infodemie-Wolken weg um wieder klaren Himmel sehen zu können.

Digitales Intervallfasten.

Einige Freunde von mir essen zwischen 18 Uhr und 12 Uhr nichts. Intervallfasten heißt das. Manche berichten, dass ihnen das gut tut. Mehr Energie am Tag. Insgesamt ein gesteigertes körperliches Wohlbefinden. Irgendwie macht es wohl das, was es soll. Und was für den Körper funktioniert, funktioniert so oder so ähnlich meist auch für den Geist. Wie? Lege Zeiten fest, in denen Du abstinent bleibst von Nachrichten und Informationen, am besten komplett Dich fernhältst von Internet und Medien. Lasse für einige Momente Ruhe einkehren. Erlaube Dir, dass es mal langweilig wird. Widerstehe dem Drang, jeden Moment Deines Daseins auszufüllen mit belangloser Beschäftigung. Koche Dir was Feines. Lese ein Buch. Male ein Bild. Pflanze einen Baum. Gehe spazieren. Schreibe einen Brief. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Erschließe Dir die Welt jenseits von Smartphone und Tablet. Es gibt sie und die Grafik ist sublim.

Kleines Beispiel für die praktische Umsetzung: Montag bis Freitag zwischen 21 und 8 Uhr kein Internet. Schalte das Wlan auf Deinen Geräten aus. Oder am besten gleich den ganzen Router. Und mobile Daten nicht vergessen. Genieße die Ruhe von der Infodemie. Die Ruhe vor dem nächsten Sturm.

Selektive Ignoranz.

Selektive Ignoranz ist gar nicht so viel mehr als die eloquente Bezeichnung für die kombinierte Anwendung der bisherigen drei Tools. Sobald Du Dich fernhältst von Nachrichten, die Dich nicht betreffen und die Du nicht beeinflussen kannst und Dich stattdessen dem Wesentlichen widmest, übst Du selektive Ignoranz. Und es ist eine Übung, es kommt nicht von alleine. Alte Gewohnheiten melden sich immer wieder. Denn Nachrichten abrufen, das kann eine eigene kleine Droge sein. Zwar beschert sie kein echtes High. Aber sie fehlt und ihr Fehlen verursacht ein seltsames Low. Selektive Ignoranz ermöglicht es, Dich ausdauernd auf das zu konzentrieren, was bedeutsam ist und weiterbringt. Deine Energien auf das Essentielle lenken. Konsumiere nahrhafte Information. Stimulierende Bücher. Ausgewählte Podcasts und Blogs. Inspirierende Filme und Dokumentationen. Letztlich ist das gar nicht so schwer. Du musst nur den Schritt zurück wagen und Deine Route planen: Entscheide Dich vorab für Arten von Informationen und konkrete Inhalte. Wenn Du das nicht tust, entscheidet jemand anders für Dich. Ob das dann Deinen Interesse entsprechen wird, ist fraglich. Daher plane Deinen Konsum weise. Was ist für Dich grundlegend? Wo willst Du hin? Was kann Dich auf dem Weg unterstützen? Buchtipp zum Thema: Deep Work.

Übe Medienkompetenz

Ein ausuferndes Thema, das ich hier geflissentlich kurz halte. Gezielt systematisch die von Außen herangetragene Information analysieren, interpretieren, kategorisieren. Medienkompetenz. Jeder sollte sie haben. Verschiedene Quellen vergleichen. Die Überbringer der Informationen recherchieren, deren Interessen verstehen. Die als Selbstverständlichkeit eingeflochtene Nebeninformation hinterfragen. Die Tonalität hören. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um das für sinnvoll zu erachten. Aber natürlich braucht es Zeit und gedankliche Initiative und Aufwand. Es ist Geschmackssache, ob man sich Nachrichten komplett vom Leib (und dem Geist) hält oder sie sich wohldosiert zu Gemüte führt. In jedem Falle tut man gut daran, sich diese Fähigkeit namens Medienkompetenz anzueignen. Ganz abgesehen vom gesteigerten Verstehen und Durchschauen allgemeiner Infodemie stärkt sie den Muskel des kritischen Denkens und hilft so bei der Verarbeitung jedweder Information. Sehr zu empfehlen. Um eine weitere Metapher heranzuziehen: Medienkompetenz hilft, Gift für den Geist zu enttarnen und zu vermeiden und nahrhafte Speise zu genießen.

Kenne Dein Mental-Methadon

Wie bereits erwähnt, lauert die Gefahr, dass alte Gewohnheiten Dich übermannen. Wenn Langeweile sich meldet, wenn Du genervt bist oder etwas nicht funktioniert, fällst Du zurück in vertraute Muster. In Deinem Gehirn feuern wieder dieselben Neuronen dasselbe Aktionspotential wie immer. Du wandelst auf demselben ausgetretenen Synapsenpfad wie die letzten abertausend Male. Du jieperst nach dem intellektuellen Schmalspurkokain genannt Nachrichten. Und die Infodemie ist verführerisch. Überall ist der billige Shot zu haben. Der kalte Entzug funktioniert manchmal einfach nicht. Die Lösung: Mental-Methadon. Habe Alternativen parat. Du musst die Weichen stellen, damit Du auf neue Wege kommst. Gestalte Deine Umgebung zuhause, im Büro und an weiteren gewöhnlichen Aufenthaltsorten so, dass es Dir möglichst leicht fällt, gesunde Muster zu fahren. Lege Dir eine Liste mit Kompensationsmaßnahmen parat für den Moment, in dem der Drang unerträglich wird.

Zum Beispiel:

  • Trinke ein Glas Wasser.
  • Mache zehn Kniebeugen.
  • Lies eine halbe Seite.
  • Nehme eine kalte Dusche.
  • Setze Dich hin und nehme zehn tiefe Atemzüge.
  • Zehn Minuten autogenes Training.
  • Massiere Dir den Nacken.
  • Fünf Minuten Yoga und Gymnastik.
  • Drei Minuten Tagebuch.
  • Sieben Minuten Dankbarkeit.
  • Lies die Liste mit Deinen Zielen durch. (Wenn Du keine hast, mach Dir eine!)

It’s up to you. Gestalte das Spiel so, dass Du es gewinnen kannst. Gestalte Deine Umgebung so, dass es Dir leicht fällt, gute Gewohnheiten aufzubauen. Gelungenes Video zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=Q4yUlJV31Rk

Regelmäßige Retreats.

Die Königsdisziplin. In allen Dosierungen erhältlich. Vom ruhigen Wochenende in den heimischen vier Wänden über den Kurzaufenthalt im Kurort X bis hin zum Sabattico im tibetischen Kloster oder der Wanderung auf dem Jakobsweg. Einfach mal machen. Hauptsache Internet und Smartphone sind auf’s Nötigste reduziert. Der Infodemie keine Chance lassen. Wer mag, kann sich steigern. Es ist ratsam. Die gewohnte Umgebung verlassen. Von Donnerstag bis Sonntag am Meer oder in den Bergen. Ruhe einkehren lassen. Auf eigene Gedanken kommen. Der inneren Stimme lauschen. Ideen entstehen. Initiative keimt auf. Go for it.


Die Infodemie ist harter Tobak. In diesem Artikel hast Du erfahren, wie Du am besten mit ihr umgehen kannst, um Dich gegen die Sturmflut der Nachrichten zu schützen. Für noch mehr Tiefgang, maßgeschneiderte Beratung und Tipps zur praktischen Umsetzung melde Dich gern und buche Dein kostenloses Kennenlerngespräch über diesen Link.

Bis zum nächsten Mal

Dein Lion

 

2 Gedanken zu „Infodemie

  1. Lieber Lion,
    der Moment an dem ich den ersten Ketten rief via WhatsApp über Corona erhielt, war der Moment andem ich WhatsApp und Facebook von meinem Smartphone entfernte. Ich benötige die dort gezeigten überflüssigen Nachrichten nicht. Nach einigen Tagen beschränkte ich mich auf die 20 Uhr Nachrichten und hole mir die notwendigen Informationen nur dann und sehr gezielt aus dem Netz, wenn ich sie benötige. Für alles andere haben wir immer noch unsere Nachbarn, Balkongespräche, das „Raunen“ im Supermarkt an der Schlange oder der Straßenbahn.
    Vom Prinzip alles nichts Neues… Infodemie existiert seit der Antike. Es kommt darauf an, was ich mit dem erhaltenen Wissen in dem Augenblick der Erkenntnis mache.
    Das Hohlengleichnis von Platon erklärt es eigentlich schon, obwohl es über 2000 Jahre alt ist.
    Frohe Ostern und bleib gesund. Ich möchte noch länger von dir Lesen und eines Tages eine Schorle trinken.
    Gruß Herr Rausch

    1. Danke lieber Herr Rausch!

      Und ich stimme zu, das Phänomen ist bekannt, begegnet uns momentan in mehr oder weniger neuer Form und kann mit den bewährten Methoden effektiv angegangen werden.

      Amüsant die angesprochenen Informationsquellen. Dem vermeintlich nebensächlichen Alltagsgeschehen Beachtung zu schenken kann tatsächlich ein hervorragendes Werkzeug sein. Ich glaube es war der gute alte Kostolany, der sich zum Verkauf großer Aktienmengen entschied nachdem sein Friseursalon in der Hinterstube ein Brokerbüro eingerichtet hatte.

      Eine gute Woche, bleib ebenfalls gesund und gerne auf die Schorle, ob mit Apfel oder Wein 😉

      Lion

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