Horizonte erweitern – CO2-neutral

Klimaschonende Persönlichkeitsentwicklung

Nur wenige Ecken des Planeten Erde sind noch unerforscht. Abgesehen von unbewohnbaren Abgründen der Tiefsee ist der Mensch überall gewesen, hat alles erobert, sich alles, so gut es ihm gelang, zu eigen gemacht. Kein Platz mehr für Abenteuer, für aufregende Reisen ins wirklich Unbekannte. Aus dem Blickwinkel des Kollektivs ist alles entdeckt und abgehakt. Per Mausklick zugänglich. Keine Notwendigkeit, aus dem Haus zu gehen. Weil es da nichts mehr gibt, das man noch erforschen könnte. Horizonte erweitern – schwierig!

Aber was heißt das überhaupt – Horizonte erweitern? In erster Linie geht es darum, die eigene Lebenswelt auszudifferenzieren. Erleben, was es zu erleben gibt. Vor allem aber: Erleben, was das Erlebte mit dem eigenen Selbst macht. Wie wirkt es auf mich, etwas zu erleben? Welche Reflexionen entstehen aus dem Erleben, wie verändere ich mich und meine Sicht auf meine Welt durch mein Erleben? Welchen Fortschritt durchlaufe ich, indem ich das Erlebte, die Impressionen integriere?

Es zeigt sich: Horizonte zu erweitern ist nicht so sehr abhängig von zurückgelegten Kilometern und räumlicher Ausdehnung. Vielmehr geht es um die subjektiv empfundene Erfahrungsintensität. Exotik ist manchmal günstig aber selten notwendig und häufig näher als erwartet.

Im Folgenden eine Reihe von Vorschlägen, wie Deine Horizonte wachsen können ohne dass Du Dich dafür ans andere Ende der Welt begeben musst. Das Klima wird sich freuen.

Vier Wege zu neuen Horizonten – Ganz in Deiner Nähe!

Erkunde Deine unmittelbare Umgebung

Ich war versucht einzuläuten mit ‚Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt‘, und bin ich der Versuchung nun so gut wie erlegen. Der Spruch grast Gemeinpläzte ab, hat aber seinen nicht zu leugnenden Wahrheitskern. Es ist eine Mode geworden, mit exotischen Reisezielen zu prahlen. Placedropping hat das Namedropping ausgestochen. Und gar keine Frage – weite Reisen sind etwas wunderbares. Jedenfalls solange man sich unterwegs auf die Erfahrung einlässt und erlaubt, dass die Impressionen den Charakter entwickeln. Wer Orte mehr durch die Kameralinse als durch die eigenen Augen betrachtet, verpasst das Beste.

Davon abgesehen – zurück zur Überschrift! – kann es gleichfalls inspirierend und beschwingend den Horizont erweitern, im näheren Umkreis auf Entdeckungstour zu gehen. Ein Spaziergang in einem angrenzenden Stadtbezirk, der Besuch in unbekannten Cafés, Kneipen, Antiquariaten können ungeahnte Lebenswelten offenbaren und facettenreicher sein als Überseereisen im All-Inclusive Hotel. Einfach mal rausgehen. Am besten ohne Handy und GPS. Treiben lassen. Wo zieht es Dich hin? Was lächelt Dich an?

Weiterführender Artikel: Mentalnomaden.

Heißer Buchtip: Vagabonding.

Bücher und Filme

In Welten eintauchen zwischen den Buchdeckeln und in Geschichten bewegter Bilder. Es ist durchaus möglich, Erfahrungen zu machen durch die geschilderten Erfahrungen anderer. Die Funktionsweise von Spiegelneuronen beruht weitgehend auf genau dieser Tatsache. Außerdem bemerkenswert hierzu: Das Gehirn kann nicht unterscheiden zwischen wirklicher und vorgestellter Sinneserfahrung. Ob Du am Strand liegst oder davon träumst – für Dein Gehirn ist es identisch.

Welche Geschichten haben Dich inspiriert und Deine Sicht auf die Welt verändert? Und welche Geschichten, Bücher, Filme und Erzählungen könnten selbiges jetzt tun?

Treffe Menschen

Jeder Mensch, den Du triffst, ist Dir in irgendeiner Sache überlegen. Und jeder von uns lebt in seiner/ihrer eigenen konstruierten Wirklichkeit. Menschen kennen lernen gibt Dir einen Geschmack neuer Welten, erweitert Deine Perspektive und Deine Horizonte. Und das muss kein Guru und kein Superstar sein. Vielleicht ist es die ältere Dame, die im Konzert neben Dir sitzt und sich über einen Plausch in der Pause freut. Oder der Handwerker, der Deine Dusche repariert hat und am Donnerstagabend immer den anthroposophischen Malkurs besucht. Wer weiß. Sei einfach neugierig. Stelle Fragen. Interessiere Dich für die Menschen in Deiner Umgebung. Kleines Bonbon: Wer sich interessiert, ist interessant.

Konfrontiere Ängste

Die heftigtste Art, Horizonte zu erweitern. Stellst Du Dich Ängsten, wächst Deine Komfortzone. Wächst Deine Komfortzone, so wächst auch Deine Kapazität für Erfahrungsintensität. Oder, als Herausforderung formuliert: Dein Leben beginnt dort, wo Deine Komfortzone endet. Auch das muss nicht die Welt bewegen sondern vor allem Dich. Habe keine Angst davor, unspektakulär zu sein. Es ist in Ordnung, Angst zu haben. Aber Deine Angst sollte nicht Dich haben. Manche Ängste retten Leben, andere hindern Dich am Leben. Identifiziere zweitere und gehe ihnen nach. Angst vor Public Speaking? Besuche einen lokalen  Toastmasters Club oder eine Improvisationstheatergruppe. Angst vor Dating? Melde Dich bei Parship an und leg los. Angst davor, rot zu werden? Dann versuche, rot zu werden.


Was kannst Du in den nächsten Tagen tun, um Deine Horizonte zu erweitern? Wann und warum wirst Du genau das tun? Welche Erfahrungen wirst Du machen, um Dich von ihnen machen zu lassen?

Klicke hier bei Interesse an einem Einzelcoaching.

Bis zum nächsten Mal

Dein Lion

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