Erfolg vs. Intelligenz? Erfolgs-Intelligenz!

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Die psychologische Forschung hat im Laufe der Jahrzehnte eine Reihe von Spielarten der Intelligenz entdeckt. Die analysierten Intelligenzformen reichen vom Generalfaktor des Charles Spearman bis zum sogenannten Wüfelmodell des Guilford, welches 120 Intelligenzbereiche aufweist. Das ebenso bekannte wie umstrittene Modell der ‚multiplen Intelligenzen‘ von Howard Gardner unterscheidet acht Formen.

Heute werden wir uns mit einer etwas anderen Art der Intelligenz beschäftigen. Sie entfaltet direkte Auswirkungen auf Deinen Werdegang. Das Besondere an ihr? Du kannst sie (teilweise) beeinflussen. Und Du kannst sie sofort nutzen, indem Du Dich den Reflexionsfragen widmest.

Die etwas andere Art der Intelligenz

Der Name der vorgestellten Intelligenz lautet ‚Erfolgsintelligenz‘. Was steckt dahinter? Es handelt sich um ein Konglomerat dreier Einzelaspekte. Ihr Zusammenspiel erzeugt eine Synergie, die ihrem Inhaber den Zugang zu Erfolg eröffnet. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass Deine individuelle Erfolgsintelligenz jeweils auch davon abhängt, wie Du Deinen persönlichen ‚Erfolg‘ definierst. Gleichwohl handelt es sich bei den Bestandteilen der Erfolgsintelligenz um abstrakte Komponenten, die Du mit konkret passenden Inhalten füllen kannst.

Die Elemente von Erfolgsintelligenz? Sie setzt sich aus drei Bausteinen zusammen.

1 – Die Fähigkeit, im persönlichen Rahmen innerhalb des sozio-kulurellen Kontextes erfolgreich zu sein

Das mutet zunächst wie ein Zirkelschluss an: Erfolg kann erreichen, wer die Fähigkeit hat, erfolgreich zu sein.

Es steckt mehr dahinter.

Dieser Bestandteil der Erfolgsintelligenz handelt davon, das persönliche Umfeld, die gesellschaftlichen Gegebenheiten und die Zeit, in der man lebt, als Gelegenheit für den eigenen Werdegang zu begreifen. Erfolg trägt mit sich ein Maß an Anpassungsleistung: Anstatt die gegenwärtigen Verhältnisse zu verurteilen und/oder ihnen die Schuld zu geben für das eigene Scheitern, nutzt der Erfolgsintelligente dasjenige, was sich ihm bietet, um daraus das Beste zu gestalten. Er hegt keinen kategorischen Widerstand gegenüber dem Status Quo sondern ist in der Lage, Möglichkeiten zu erkennen oder neue Möglichkeiten zu kreieren und sie zu nutzen.

Reflexionsfragen:

Welche Möglichkeiten und Chancen bieten Dir Deine Lebenssituation, Dein persönliches und sozio-kulturelles Umfeld?

Was stört Dich an Deiner Lebenssituation, an Deinem persönlichen und sozio-kulturellen Umfeld?

Welche Möglichkeiten und Chancen wirst Du jetzt nutzen und wie wirst Du das, was Dich stört, verändern?

2 – Die Begabung, Stärken auszubauen und Schwächen zu kompensieren

Jeder Mensch kann manches besser und anderes schlechter. Viele Fähigkeiten lassen sich einüben. Ein Kleinwüchsiger wird jedoch keine Basketball Legende, ein Lernbehinderter kein Professor.

Erfolg erfordert überdurchschnittliche Fähigkeiten. Um diese außergewöhnlichen Fähigkeiten aufzubauen, konzentriert man sich am besten auf dasjenige, was natürlicherweise leicht von der Hand geht.

Im Laufe der Jahre der Übung entsteht eine Expertise, die einen Wert darstellt. Man wird dafür bezahlt, etwas zu können und ist in der Position, Fähigkeiten professionell einzusetzen.

Auf der anderen Seite der Medaille steht das Aushebeln und Umschiffen von Schwächen. Dasjenige, was schwer fällt, delegieren oder unwichtig machen. So kann es sich für einen Entrepreneur mit Zahlenschwäche lohnen, frühzeitig einen Buchhalter anzustellen, der die Bilanzen im Blick behält. Erfolgsintelligenz beschreibt hier den gekonnten Umgang mit den eigenen (Un-)Fähigkeiten.

Reflexionsfragen:

Was sind Deine Stärken? Was sind Deine Schwächen?

Wie kannst Du Deine persönliche Komposition aus Stärken und Schwächen für Deinen Werdegang einsetzen?

Was kannst Du jetzt tun, um eine Stärke weiter auszubauen?

Was kannst Du jetzt tun, um eine Schwäche unwichtig zu machen?

3 – Balance aus analytischer, kreativer und praktischer Intelligenz

Diese Trias beschreibt eine Kombination aus Intelligenzformen. Diese macht es möglich, mit Herausforderungen konstruktiv umzugehen und Potentiale zu entfalten. Um den möglichen Anwendungsbereich einmal ganz komprimiert auszudrücken: Mit der analytischen Intelligenz kannst Du Deine Lebenssituation erfassen und durchleuchten und Probleme sowie Potentiale für Verbesserungen wahrnehmen. Mit der kreativen Intelligenz generierst Du Lösungsmöglichkeiten und konkrete Ideen für Verbesserungen. Mit der praktischen Intelligenz setzt Du die Ideen anschließend durch zielgerichtete Handlungen um.

Reflexionsfragen:

Welche der drei Intelligenzformen ist bei Dir am stärksten ausgeprägt, welche am schwächsten?

Wie verbessert sich Dein Leben durch Ausgeglichenheit?

Was wirst Du tun, um Deine ‚schwache Intelligenz‘ zu stärken?


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Bis zum nächsten Mal

Dein Lion

 

Möchtest Du Dich eingehender mit ‚Erfolgsintelligenz‘ beschäftigen, so klicke hier für einen Beitrag des Begründers Robert J. Sternberg.

2 Antworten zu “Erfolg vs. Intelligenz? Erfolgs-Intelligenz!”

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