Effektive Intuition

Wie Lösungsfindung aus Gefühl gelingt

Spannen wir eine Polarität auf: Intuition und Ratio. Gefühl und Verstand. Rechte und linke Gehirnhälfte. An den verschiedenen Enden dieses Spektrums gibt es Prozesse der Lösungsfindung, die unterschiedlicher voneinander nicht sein könnten. Selbstverständlich, denn das ist die Natur einer Polarität. Auf der Verstandes-Seite findet man die Nachdenk-Methoden der Lösungsgenerierung: Pro-Contra Listen. Entscheidungsbäume. Denk-Hüte. Hat man alles mal gehört und meist einen persönlichen Liebling gefunden. Und diese Methoden funktionieren. Sie sind effektiv. Ich benutze manche von ihnen selbst gern und regelmäßig. Wenn man sich allerdings nur an einem Ende des Spektrums bedient, verpasst man unweigerlich eine Mannigfaltigkeit an Möglichkeiten.

Daher wird hier es um eine Methode von der intuitiven Seite des Spektrums gehen: Lösungen nach Gefühl. Im Zusammenspiel mit den eher rationalen Techniken entsteht dadurch ein ganzheitlicher Ansatz. Die Werkzeuge lassen sich hervorragend kombinieren.

Genug der Vorrede – Wie funktioniert Lösung nach Gefühl?

An sich ganz einfach. Man muss sich vor allem darauf einlassen. Und man muss sich die Zeit und den Raum nehmen für eine produktive Entspannung.

  1. Optional: Analysiere Dein Problem.

Schritt 1 ist optional und führt zunächst in einfache Fahrwasser. Für diejenigen, die ‚Intuition’ erst nachschlagen müssen, für die professionellen Theoretiker und diejenigen, die einfach Lust haben, sich erstmal den rationalen Sphären zu widmen. Wer mag, kann stattdessen direkt bei Schritt 2 einsteigen und Tiefenentspannung üben.

In diesem ersten Schritt darfst Du Dich intellektuell austoben. Pro- und Kontra-Listen anfertigen. Entscheidungsbäume malen. Was immer Dir beliebt. Lerne Dein Problem von allen Seiten kennen. Wie ist es entstanden? Welche Rolle spielt es in Deiner Welt? Wie wäre Deine Welt anders ohne dieses Problem? Welche Probleme gäbe es stattdessen? Welche Lebensbereiche sind involviert? Welche nicht? Wen betrifft das Problem? Wie lange ist es schon da? Wie wichtig ist es auf einer Skala von 1-10?

Du kannst hier bereits kreativ werden: Notiere Dir eine mögliche Vision einer optimalen Lösung, wie Du sie Dir aus jetziger Perspektive vorstellst. Welche Ressourcen benötigst Du dafür? Wen könntest Du um Hilfe bitten? Wann kannst Du mit der Umsetzung beginnen?

  1. Tauche ein in Deine beste Tiefenentspannung

Nicht ganz einfach greifbar, nicht wahr? Es wird sich aber gleich klären. Hier geht es darum, dass Du Dich in Deine produktive, kreative Entspannung begibst.

Wie Dir das gelingt? Am besten tust Du etwas, das Dich beruhigt und Dir gut tut. Sorge dafür, für einige Zeit ungestört zu sein. Suche einen Ort auf, an dem Du Dich wohl fühlst. Das kann Deine Leseecke sein oder ein Waldspaziergang. Ganz, wie es Dir beliebt. Gemütliches Teetrinken. Autogenes Training. Meditation. Entspannungsmusik.

Atme tief und gleichmäßig. Spüre, wie Dein Herzschlag sich verlangsamt. Lächle. Praktiziere Dankbarkeit für all das, was Du in Deinem Leben liebst und wertschätzt.

Dieser Prozess des Eintauchens darf gerne einige Momente dauern. Nehme Dir die Zeit, die Du brauchst. Zwinge Dich nicht zu eiliger Entspannung. Das funktioniert ohnehin nicht. Es dürfen ruhig mal zwanzig Minuten vergehen bis so etwas wie Entspannung sich einstellt.

Bei tieferem Interesse an Entspannung, Trance-Zuständen und Hypnose melde Dich gerne bei mir: Kontakt.

  1. Konsultiere Deine Intuition und erhalte ein Gefühl für die Lösung

Diesen Schritt durchläufst Du am effektivsten, indem Du in Deinem entspannten Zustand auf folgende Fragen meditierst: Wie fühlt sich die optimale Lösung dieses Problems an? Wie fühle ich mich jetzt, wo ich das Problem hinter mir gelassen habe und in der optimalen Lösung lebe? (Ja, diese Frage ist bewusst in der Gegenwart formuliert. Probiere es einfach aus.)

Wenn Du in Schritt 1 eine Lösungs-Vision notiert hast, kannst Du Dich hier in deren Bilder hinbegeben und Deinen intuitiven Eingebungen dazu lauschen.

Besonders wichtig: Intuition zeigt sich gern in spontanen Einfällen und bisweilen auch in kleinen, unauffälligen Hinweisen, die schnell wieder verschwinden im Trubel des Alltagslärms. Um diese Technik effektiv zu nutzen, schreibe daher alles auf, was Dir eingefallen ist und achte auch auf die leisen Zwischentöne.


Reflexionen und Aktionen

Wie wirst Du künftig die Verbindung zu Deiner Intuition verstärken? Bei welchen ungelösten Problemen kann sie Dir helfen? Wenn Du magst, teile es gerne mit per Kommentar unter diesem Beitrag oder per Mail an kontakt@lionlogert.com

Ich freue mich, von Dir zu hören.

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Bis zum nächsten Mal

Dein Lion

3 Gedanken zu „Effektive Intuition

  1. Interessant. Danke für’s Posten. Werde mich auch mal mit der Hüte-Methode beschäftigen, die du hier quasi als bekannt voraussetzt. Wenn du gute Links dazu hast?
    In eine ähnliche Richtung geht eine geführte Visions-Meditation mit Musik, die ich von den Sannyasin-Therapeuten Krishnananda und Amana kennengelernt habe.

    1. Danke für die Rückmeldung!

      Bin gerade im Urlaub und werde anschließend gerne nach gelungenem Input bzgl Denkhüte schauen.

      Berichte gerne mehr von der Visions-Meditation. Was hast du dabei erlebt und wie hast du dabei eine Verbindung zu deiner Intuition erfahren?

      Lieber Gruß

      Lion

    2. Hallo Kinimod,

      hier nun nochmal was zu den ‚Denkhüten‘.

      Auf Wikipedia gibt es eine recht gelungene Information: https://de.wikipedia.org/wiki/Denkh%C3%BCte_von_De_Bono

      Die Technik beruht (ähnlich wie die unter dem Wikieintrag ebenfalls zu findende ‚Walt-Disney-Methode‘) auf verschiedenen Denkweisen, die wir alle je nach Kontext einsetzen.

      Während die Denkhüte im Ursprung wohl für Gruppendiskussionen konzipiert wurden, kannst Du sie selbstverständlich auch hervorragend als Einzelperson einsetzen.

      Um die Technik zu nutzen, begibst Du Dich gedanklich (und gerne auch emotional) in den jeweiligen Denkmodus. Die vorgesehenen sind: Big Picture, Analytisch, Emotional, Kritisch, Optimistisch, Kreativ. Wozu die Hüte? Du kannst Dir jeweils farbige Hüte aufsetzen, um dadurch den Denkmodus stärker zu erleben, zu assoziieren. Wenn Du keine sechs verschiedenenfarbigen Hüte zur Hand hast oder das so einfach nicht Dein Geschmack ist, kannst Du zum Beispiel auch mit verschiedenen Stühlen im Raum, mit Kissen oder Karteikarten auf dem Boden arbeiten. Wichtig ist, dass Du jeweils aktiv in den jeweiligen Denkmodus eincheckst und die jeweilige Perspektive einnehmen kannst.

      Bei Fragen melde Dich gerne wieder. Und zu weiteren Infos über die Visios-Meditation freue ich mich ebenfalls 🙂

      Lieber Gruß

      Lion

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