Die Asset Attitüde

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Ganzheitlicher Reichtum dank finanzieller Alchemie.

Geld folgt Gesetzen. Wer diese Gesetze versteht, dem wird es leichter fallen, Reichtum zu generieren.
Von Robert T. T. Kiyosaki (Autor des Buches Rich Dad, Poor Dad – Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen) kann man eines der Gesetze des Geldes lernen – die Unterscheidung zwischen Vermögenswerten (Assets) und Verbindlichkeiten (Liabilities).

Grob zusammengefasst: Vermögenswerte bringen Cashflow, Verbindlichkeiten kosten Geld. Ganz offensichtlich ist das häufig nicht. Das Eigenheim kann beispielsweise eine Verbindlichkeit sein wegen anfallender Instandhaltungskosten und Grundsteuern. Vergleichbares gilt das Auto und andere vermeintliche Wertgegenstände. Alles, was nicht an Wert gewinnt und/oder keinen Cashflow erzeugt, also nicht regelmäßig Einkommen generiert, ist kein Vermögenswert. Ein vermietetes Haus auf der anderen Seite kann ein Vermögenswert sein, solange Verwaltungsaufwand und Kosten gering sind und Mieteinnahmen verzeichnet werden.

Die Unterscheidung zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beziehungsweise Assets und Liabliities lässt sich anschaulich auf andere Lebensbereiche übertragen, um dort zu besseren Entscheidungen zu gelangen. Diese Herangehensweise habe ich (zugegeben etwas cheesy) „Asset Attitüde“ getauft. Denn es geht hierbei um eine Attitüde – also eine Einstellung oder geistige Haltung -, die sich nach dem Vorhandensein und dem Aufbau von Assets, von Vermögenswerten orientiert. Vermögenswerte in diesem Sinne sind selbstverständlich nicht ausschließlich monetärer Natur, sondern können in jeder Form gesteigerter Lebensqualität vorkommen.

Welche Vorteile es Dir bringt, die Asset Attitüde zu praktizieren:

  1. Du katapultierst Dich in eine Aufwärtsspirale, weil Synergien entstehen und Lebensbereiche sich gegenseitig hochschaukeln.
  2. Du erlangst mehr Lebensqualität, weil Du (nicht nur monetär) reicher wirst.
  3. Du bist freier und unabhängiger, weil Deine Systeme für Dich arbeiten und Vermögenswerte aller Art generieren.
  4. Du machst reichhaltigere Erfahrungen, die in Gestalt energetischer Vermögenswerte in Deinem Leben erscheinen.

Beispiele

Körper und Ernährung

Currywurst mit Pommes? Gerne, aber nicht mehr als einmal am Tag! Dergleichen sollte das Salz in der Suppe sein, nicht das Hauptgericht. Gewöhne Dir eine einigermaßen gesunde Diät an. Schmeckt nicht? Habe ein wenig Geduld. Geschmacksnerven ändern sich, versprochen. Es dauert nicht lange, dann ist Dir Vollmilchschokolade zu süß und Chips sind eklig und Dir läuft das Wasser im Mund zusammen beim Anblick eines guten Salats. (Ich hätte das mit dem Salat früher selbst nicht geglaubt, es ist mir aber wirklich passiert, dank meiner wunderbaren Partnerin.)
Weiterhin körperliche Aktivitäten. Momentan eher körperliche Inaktivitäten? Sportschau gucken zählt nicht. Gehe eine Runde spazieren. Probiere eine Yoga Stunde. Melde Dich im Sportstudio an. Und dann gehe hin. Mehr als einmal. Verwandle Deinen Körper in einen Vermögenswert, indem Du ihn stärkst und pflegst. Je besser Du Dich in Deinem Körper fühlst, desto mehr Elan versprühst Du und desto energetischer fühlst Du Dich. Das gibt Dir Selbstvertrauen, Ausdauer und Attraktivität.

Soziales

Menschen in Deiner Umgebung. Gibt es giftige Beziehungen in Deinem Leben? Wenn ja, dann tue Dir den Gefallen: Löse Dich davon. Zuerst schmerzt es möglicherweise etwas, aber bald fühlst Du Dich freier. Wie wenn man sich einen Stachel aus dem Finger zieht. Andernfalls kommt es langfristig zu „mentalen Infektionen“. Also Vorsicht.
Soziale, menschliche Vermögenswerte sind Freundschaften und Beziehungen, die Dir Kraft und Rückhalt vermitteln. Ein Kreis von Personen, die Dich inspirieren und mit denen Du Dich wohl fühlst. Menschen, zu denen Du aufschaust und deren Präsenz Deine Herausforderungen machbar erscheinen lässt. Je mehr solche Menschen Du kennst, desto mehr von ihnen lernst Du kennen und desto mehr wirst Du selbst eine Persönlichkeit, die andere inspiriert und stützt und stärkt.

Geistiges

Konsumiere Einflüsse, die Dich zum Wachsen bringen. Weniger Smartphone, weniger Fernsehen, weniger Social Media. Mehr Bücher, mehr Kreativität, mehr eigenes Denken. Geistige Assets sind Dein Ideenreichtum, Deine sogenannte „Problemlösungskompetenz“, Deine Initiative, Deine Selbstwirksamkeit. Meditiere. Praktiziere Achtsamkeit und bewusstes Leben. Lerne Dich selbst kennen.

Praktische Umsetzung

  1. Mache Inventur: Erkenne die Vermögenswerte und die Verbindlichkeiten. Durchleuchte Dein Leben. Scanne einmal gründlich alle Bereiche. Notiere Deine Bestände und prüfe kritisch.
  2. Richte Dich neu aus. Räume auf. Trenne Dich von Verbindlichkeiten und betone die Vermögenswerte. Wie kannst Du bestehende vergrößern und Raum schaffen für neue?
  3. Konzentriere Dich darauf, neue Vermögenswerte zu generieren. Begebe Dich auf die Suche nach Ideen und Möglichkeiten. Strenge Deine Innovationskräfte an. Mind-mappe, brain-storme. Notiere Dir drei Handlungen und setze sie für die kommende Woche in den Kalender. Fange gerne ganz klein an: 1. Mache einen Spaziergang, 2. Kontaktiere inspirierende Person X, 3. Bestelle Buch Y.
  4. Wiederhole Schritte 1-3 regelmäßig. Das hier ist ein fortwährender Prozess. Denke langfristig und habe Geduld. Die guten Dinge des Lebens stellen sich ein.

Bis zum nächsten Mal

Dein Lion