Darf ich vorstellen: Veränderung

Wandel erfolgreich navigieren.

Das Leben ist Veränderung. Panta rhei. Alles fließt. Wenn es doch so einfach wäre. Veränderung fällt vielen Menschen nicht leicht. Anders ausgedrückt: Veränderung passiert automatisch, Fortschritt nicht. Der ‚Schweinehund‘ steht rasch auf der Matte. Andere Aufgaben und Projekte fordern Aufmerksamkeit. Und irgendwie scheint der Zeitpunkt nie ganz günstig. Timing is a bitch. Veränderungen fordern Selbstüberwindung. Und so kommt es, dass der, der nicht aufpasst, jahrelang in stiller Verzweiflung dahinvegetieren kann, unzufrieden mit dem Zustand der Dinge und unfähig, sie zu ändern.

Paradoxerweise sind aber auch Veränderungen zum Positiven niemals nur einfach. Beispiel Wohnungswechsel. Selbst beim Umzug in größere, schönere Räume wird es stets Kehrseiten geben. Die gewohnte Umgebung fällt weg. Wege ändern sich. Die aus der Soziologie bekannte Lebenswirklichkeit ändert sich grundlegend. Das ist Stress für das Gesamtsystem ‚Mensch‘. Und wahrscheinlich reicht das WLAN nicht bis ins hinterste Zimmer. Man hat es schwer. Oder der neue Beruf. Interessanter und besser bezahlt als der bisherige. Und die Kollegen sind so nett. Aber die Einarbeitungsphase bleibt nicht erspart. Und mit den größeren Aufgaben kommt ein Mehr an Stress. Außerdem war der Kaffee im alten Büro irgendwie vollmundiger. Auch wer sich fortschrittliche Gewohnheiten antrainiert, sieht sich bald mit ähnlichen Querelen konfrontiert. Regelmäßig Sport treiben fühlt sich toll an. Aber natürlich kostet es Zeit. Und die alten Bekannten sind von dem ‚neuen Ich‘ nicht unbedingt restlos begeistert. Der soziale Druck ist real: Bier trinken oder Bank drücken? Pub Crawl oder Marathon?

 


 

Fortschritt generieren

Wie gelingt es also, Veränderungen willkommen zu heißen, sie anzustoßen und sogar zu genießen? Mit der folgenden Übung machst Du Dir die Folgen verschiedener Handlungsalternativen bewusst und schwingst Dich dadurch elegant auf den Fahrersitz Deines Lebensbusses. Wenn Du den folgenden Prozess durchlaufen hast, bestimmt Du, wohin die Reise geht. Und das geht relativ schnell und einfach. Die Übung verlangt lediglich etwas Fantasie und die Bereitschaft, die Hosen vor Dir selbst herunterzulassen.

Die Übung funktioniert wie folgt: Spiele die aufgeführten Fälle gedanklich durch, am besten schriftlich oder im Zwiegespräch. Nehme Dir dafür zwei Stunden, um wirklich in die Tiefe gehen zu können. Entferne alle Ablenkungen. Lege Dein Smartphone in einen anderen Raum oder schalte es ab. Und dann los:

Was passiert, wenn einfach alles beim alten bleibt (Status Quo)?

Wenn Du jetzt nichts tust und auch weiterhin nichts tun wirst, wie werden sich die Dinge entwickeln? Überlege Dir einige plausible Wahrscheinlichkeiten. Wie wirst Du Dein Leben bei Untätigkeit künftig gestalten? Wie wirst Du es nicht gestalten? Was entgeht Dir? Was gewinnst Du?

Aufgepasst: Es wäre zwar verwunderlich, aber nicht unmöglich, dass der folgende Fall eintritt: Du bist sehr zufrieden mit dem hier projizierten Verlauf der Geschehnisse. Er gefällt Dir ganz ausgezeichnet und Du hast nicht das geringste Bedürfnis, etwas zu ändern. Sollte dem so sein, drücke ich Dir die Daumen, dass Deine Prognosen eintreten werden und sage Dir hier: Du bist entlassen, höre jetzt auf diesen Text zu lesen.

Was passiert schlimmstenfalls (worst case)?

Entwickle die grauenhaftesten Fantasien, zu denen Du fähig bist. Was passiert, wenn alles schief geht? Was kannst Du verlieren? Was steht für Dich auf dem Spiel? Wie wirst Du damit umgehen, wenn alles den Bach herunter geht und Du nichts dagegen wirst tun können? Wovor hast Du die größte Angst? Welcher Verlust würde Dich besonders hart treffen?

Überlege Dir hierzu auch: Was würde die Wiederherstellung (soweit möglich) kosten? Wieviel Zeit, Geld und Aufwand müsstest Du investieren, um den ehemaligen Status Quo wieder zu erreichen? Wie ist es vorab möglich, Dich gegen diese Verluste zu wappnen?

Was passiert bestenfalls (best case)?

Jetzt darfst Du ganz groß träumen. In den schillerndsten Farben. Betörend. Paradiesisch. Erschaffe in Deinen inneren Bildern eine fabelhafte Vision. Wenn Du jetzt die angestrebte Veränderung durchläufst – was ist das Allerbeste, was daraus weiterhin entstehen kann? Welche Möglichkeiten hast Du, welche Menschen lernst Du kennen, welche tollen Momente wirst Du erleben dürfen? Genieße diese Fantasie. Mache sie so anziehend wie möglich. Tauche möglichst tief ein in den Zustand Deiner Zielerreichung. Wie fühlt sich Dein Ziel an? Wieviel davon kannst Du bereits jetzt sofort erleben?

Abschließend

Wenn Du diese Analyse für Dich durchlaufen hast, gratuliere ich Dir. Du hast bereits mehr für Deine erfolgreiche Veränderung getan als die meisten anderen Menschen. Jetzt gibt es noch zwei Fragen, die Du Dir aufrichtig beantworten solltest, um alle Systeme auf Vollgas zu schalten:

  • Lohnt sich die Veränderung? Ist das vorgestellte „Best Case“ Szenario es wert, Deinen Status Quo aufzugeben und den „Worst Case“ zu riskieren?
  • Und wenn sich die Veränderung lohnt – bist Du mutig genug, sie jetzt anzugehen?

Wie durchläufst Du Veränderungen? Wie bringst Du Dich dazu, das zu tun, von dem Du genau weißt, dass es Dich weiterbringt? Wie ist es Dir gelungen, Deine bislang bedeutendste Veränderung erfolgreich zu meistern?

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Bis zum nächsten Mal

Dein Lion

 

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