Warum Du Ziele nicht erreichst.

Und ein idiotensicheres Werkzeug, um das zu ändern.

Das Problem:

Jordan B. Peterson nennt es „willful blindness“ (zu deutsch in etwa „vorsätzliche Blindheit“): Sie vernebelt Dir die Sicht auf dem Weg zu Deinen Zielen. Sie trübt Deine Sinne und gaukelt Dir vor, dass alles irgendwie werden wird. Doch es wird nicht. Die hiesige Methode ist das Antidot. In vier einfachen Schritten schenkt sie Dir Klarheit und Fortschritt.

Ambitioniert sein, Ziele setzen, sich entwickeln wollen. Das sind hervorragende Anfänge. Jedem zu empfehlen. Aber: Es sind eben erst Anfänge. Ambitionen und Ziele sind Treibstoff und Landkarten. Sie sind notwendig, aber  nicht hinreichend. Sie garantieren nichts. Man muss mit ihnen umgehen können. Du musst in Bewegung kommen und wissen, in welche Richtung Deine Bewegung geht. Ansonsten kannst Du lange, lange Zeit Energie verschwendend im Hamsterrad rennen. Ohne es zu merken. Das Hamsterrad hat schon viele erledigt.

Wie Du erkennst, ob Du Dich bewegst und ob Du Dich dabei in die richtige Richtung bewegst, darum wird es hier gehen.

Das Hauptproblem: Der Erkenntnisprozess ist nicht schön. Sich einzugestehen, dass man langsamer vorwärts kommt als erhofft oder auch, dass man seit geraumer Zeit die Orientierung verloren hat – das sind bittere Pillen. Noch bitterer ist das, was passiert, wenn man sie nicht schluckt: Man irrt ziellos umher, wandert durch den Nebel, endet schlimmstenfalls im Niemandsland. Seltsamerweise neigt der Mensch dazu, die Gefahr des Niemandslandes der gelegentlichen bitteren Pille der Erkenntnis vorzuziehen.

Bist Du bereit, es anders zu machen und Deine Ziele wirklich zu erreichen? Wenn ja, lies bitte einfach weiter.

Die Lösung:

Eine einfache Methode. Bestehend aus vier Schritten, die Du mit jedem Ziel durchlaufen kannst. Die Methode versetzt Dich in die Lage, Deinen Fortschritt haarscharf im Auge zu behalten.

Aber genug der Vorrede. Hier ist sie:

  1. Schritt 1: Definiere.
    Hege Präzision in Deinen Zielen. Definiere haarscharf und glasklar. Was willst Du? Warum willst Du es? Und woran erkennst Du, dass Du es erreicht hast? Welche messbaren Resultate sagen Dir, dass Du es geschafft hast?
    Ein kleines Beispiel – Du willst sportlicher werden? Wieviele gelaufene Kilometer/gestemmte Gewichte/absolvierte Crossfiteinheiten definierst Du als Deinen Erfolg? Oder Du willst reicher werden? Wieviele Einheiten einer Währung/Gehaltene Wertpapiere/Vermögenswerte gleich welcher Art sind Dein Erfolg?
    Sei gründlich. Beschäftige Dich so lange mit diesem Schritt, bis Du Deinem schwerhörigen Onkel in zwei Minuten erklären könntest, was Du vorhast.
  2. Schritt 2: Terminiere.
    Ein Ziel ist ein Traum mit einer Frist. Bis wann hast Du Dein Ziel erreicht? Wieviel Zeit gibst Du Dir, um Resultate X, Y und Z zu verwirklichen? Sei wagemutig aber auch geduldig. Wenn Du noch nie in Deinem Leben einen Kilometer am Stück gelaufen bist, dann ist der Marathon nächste Woche vielleicht ein bisschen zu viel für Dich. Aber Du wirst ein Gefühl dafür entwickeln: Die meisten Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr leisten können aber unterschätzen, was sie in einem Jahrzehnt zu erreichen in der Lage sind.
  3. Schritt 3: Prozessiere.
    Unterteile Dein Ziel in kleine Häppchen, genannt Zwischenziele. Packe die in den Kalender. Und dann leg los. Volldampf voraus. Mach’ Dich ran. Fang’ einfach an.
  4. Schritt 4: Reflektiere.
    Reflektiere. Und zwar radikal und knallhart. Orientiere Dich an den Schritten 1 und 2: Hast Du die gewünschten Resultate in der geplanten Zeit erreicht? Wenn ja – Hervorragend! Weitermachen! Wenn nicht – woran lag es? Und was wirst Du nächstes Mal besser machen? Bekenne Dich zu Deinen Niederlagen und begreife sie als Stufen auf dem Weg zu Deinem persönlichen Erfolg. Falle nicht der vorsätzlichen Blindheit zum Opfer sondern schärfe Deine Sinne. Try. Fail. Try again. Fail again. Fail better.

Vorsätzliche Blindheit kann Dich gefangen halten im Strudel der sinnlosen Beschäftigung. Die Bayern bezeichnen das als „Geschaftlhuber“. Es ist verlockend, einfach vor sich hin zu ‚malochen‘. Man erntet Anerkennung und braucht nicht nachzudenken. Aber beschäftigt ist nicht gleich produktiv. Dass Du etwas sehr gut machst oder dass Du sehr viel davon machst, heißt noch lange nicht, dass es Dich weiter bringt. Sei radikal und schlucke die bittere Pille der Erkenntnis regelmäßig. Prüfe einmal wöchentlich oder zumindest monatlich, wohin Deine Reise Dich bewegt. Gelangst Du in eine gute Richtung? Stellen sich gewünschte Ergebnisse ein? Gewinnst Du an Zufriedenheit? Gefällt Dir Dein Weg? Wenn Du zu viele dieser Fragen mit ‚nein‘ beantworten musst, ist es an der Zeit, etwas zu ändern.


Welcher Schritt ist für Dich besonders wichtig? Was kannst Du in den nächsten Tagen und Wochen tun für mehr Präzision in Deinen Zielen? Wie entgehst Du der gewollten Blindheit? Wenn Du magst, berichte davon per Kommentar unter diesem Beitrag oder per Mail an kontakt@lionlogert.com

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Bis zum nächsten Mal

Dein Lion

4 Gedanken zu „Warum Du Ziele nicht erreichst.

  1. Manchmal passiert einem diese Malochen, weil man diese Ziele eigentlich überhaupt nicht selbst definiert hat oder insgeheim gar nicht wirklich hat. Also nur macht, damit andere Ruhe geben. Daher ist Schritt 1 wirklich wichtig, sich zu fragen WARUM will ich das überhaupt. Das ist nämlich oft am Anfang gar nicht klar und man verliert oft viel Lebenszeit für das Erreichen Ziele anderer.
    Danke für den Beitrag, der mir das wieder in Erinnerung ruft. Denn man sollte grundsätzlich öfters mal kurz anhalten und überlegen wie und warum man gerade auf etwas zusteuert. Ganz besonders, wenn man sich bereits in Details verloren hat (mein Dauerfehler).

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